ESCH/ALZETTE
OLI SCHONS MIT MADY LUTGEN

Die Bands auf dem Terres Rouges überzeugten auf der ganzen Wellenlänge

Traten früher meist Teenie-Bands wie Tokio Hotel oder Bohlens Schützling Mark Medlock auf dem Terres Rouges auf, spricht man dank vielfältigem Programm und anspruchsvollen Acts jetzt auch ein eher erwachsenes Publikum an. Und Publikum hatte man - mehr als die Jahre zuvor: Etwa 2.000 Besucher wurde geschätzt. Musikbegeisterte jeden Alters - und vor allem aber Jugendliche - sahen bei strahlendem Sonnenschein zunächst die gut aufgelegte und von Energie nur so strotzende Luxemburger Rock-Pop-Band „Zero Point 5“.

Aller Anfang ist schwer

Es ist nicht einfach, den Anfang bei so einem Event zu machen, aber wie die vier Jungs aus Esch und Umgebung der Menge am frühen Sonntagnachmittag einheizten, war beachtenswert. „Der Sound hat einfach gestimmt, und es waren bereits viel mehr Leute da als so früh am Nachmittag eigentlich zu erwarten waren“, so Gitarrist und Sänger Kiko Menichetti. Weiter ging es mit den Crystal Fighters, die den Fans kaum eine Atempause gönnten. Mit ihrer rhythmischen, alternativen Tanzmusik bewegten sie fast die gesamte Zuschauerschar zum Mitmachen. Ruhigere Klänge boten Laura Mvula und Milow. Die beiden Singer-Songwriter, die eine den meisten Leuten hierzulande noch fremd, der andere in Luxemburg bekannt wie ein bunter Hund, sangen ihre Lieder mit Nachdruck und sehr viel Gefühl.

Fast wie Zuhause

Milow, der schon einige Male im Atelier auftrat, kennt sein Publikum wie die eigene Westentasche. Deshalb kehrt er auch so gerne immer wieder nach Luxemburg zurück, denn er weiß , dass das Luxemburger Publikum ihn nie enttäuschen würde.

Nicht vergessen

Dazwischen trat Morcheeba auf, eine Trip Hop-Combo aus Großbritannien. In ihrer etwas spezielleren Musik lassen sich Rock&Roll-Einflüsse aber auch Hip Hop-Elemente erkennen. Morcheeba feierten ihren Durchbruch in den 90er Jahren. Viele Fans waren gekommen um sich noch einmal in die Teenager Zeit zurück versetzen zu lassen.

Erstklassiger Schluss

Auf Headliner Aloe Blacc freute sich die Menge ganz besonders, verläuft sich der US-Amerikaner doch äußert selten mal nach Europa. Zwischen den Megahits „I need a dollar“ und „Wake me up“ bot der Musiker eine Fülle an unterschiedlichsten Liedern, die teils weniger bekannt waren, keineswegs aber weniger beeindruckend klangen.