LUXEMBURG
JEFF KARIER

Gespräch mit Christian Muno und Ben Barnich - Zwei der Organisatoren der Vernissage „D’Welt vum Bam“

Am 2. Mai findet wieder die „Nuit de la Culture“ statt und der „Centenaire Schlassgoart“ hat sich dieses Jahr mit dem Künstlerkollektiv „Bamhaus“ einen Partner gewählt, der viele bemerkenswerte Künstler mit noch zahlreicheren Ideen bietet. Christian Muno und Ben Barnich, die die Vernissage „D’Welt vum Bam“ organisieren, erklären, was die Besucher erwarten wird.

Wie kam es dazu, dass Sie als „Bamhaus“ eine Vernissage in Esch organisieren?

Christian Muno Das Kamm für uns eigentlich recht überraschend. Wir wurden von Ralph Waltmans der Stadt Esch gefragt, ob wir nicht für die „Nuit de la Culture“ 2105 etwas auf die Beine stellen wollen. Wir waren sofort mit an Bord und freuen uns wenn alles fertig ist und die Leute sich unsere Arbeit anschauen können.

Wie viele Künstler sind an der Vernissage beteiligt?

Ben Barnich Insgesamt werden zehn recht unterschiedliche Künstler ihre Werke ausstellen. Es gibt allerdings mehr oder weniger zwei Mannschaften die an der Vernissage arbeiten. Die eine kümmert sich um das Grundkonzept, die eigentliche Installation. Die andere um die einzelnen Arbeiten, die im letzten Raum des Rundganges, der die Installation eigentlich ist, ausgestellt werden.

Gibt es eine zentrale Idee, ein Thema, das hinter „D’Welt vum Bam“ steckt?

Muno Wir wollen mit unserer Ausstellung zum einen eine Momentaufnahme unserer Gesellschaft, den aktuellen Zustand, darstellen. Themen die wir aufgreifen sind unter anderem Müll, Wissenschaft und auch Literatur, noch viel mehr. Wir wollen aber vor allem versuchen mit unserer Kunst die Leute dazu zu bewegen, zu reflektieren in welcher Welt wir leben, ihren Verstand stimulieren und öffnen.

Barnich Darüber hinaus wollen wir erforschen, ob Kunst im Allgemeinen konkrete Lösungen oder Antworten auf die Probleme unserer Zeit liefern kann. Immerhin sind auch wir Künstler Teil dieser Gesellschaft und haben eine Rolle zu erfüllen, wie etwa das Aufzeigen von Zuständen.

Muno Interessant ist zu beobachten, dass die Kunst sich über die letzten Jahre verändert hat und das immer noch tut. Ich glaube, in Zukunft wird Kunst immer Interaktiver und das wollen wir auch. Die Leute sollen in die Kunst mit einbezogen werden und am Entstehen von Kunst mitwirken. Unsere Installationen haben auch noch einen audiovisuellen Aspekt, der uns wichtig ist, da dieser Teil unserer Identität als Kunstkollektiv ist.

Was wir die Besucher außer Kunst noch erwarten?

Muno Für Essen ist gesorgt. Zu Beginn der Vernissage gibt es Häppchen und etwas zu trinken. Die Häppchen stammen von einem kleinen Start-Up Unternehmen namens „Foodporn“. Es ist uns wichtig junge Unternehmen zu unterstützen. Außerdem wird auch ein Food Truck da sein. Hungrig wird also niemand nach Hause gehen.


Weitere Informationen zu der Vernissage finden Sie unter

www.bamhaus.lu und auf der Facebook-Seite des Kollektivs

www.facebook.com/bamhaushq