LUXEMBURG
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Sechs Institute haben ein Moratorium für Kredite vereinbart

Wegen der Corona Virus-Krise haben sechs luxemburgische Banken ein Moratorium für Kredite vereinbart, die luxemburgischen Unternehmen vor dem 18. März 2020 gewährt wurden. Es kann für bis zu sechs Monate bei den teilnehmenden Banken beantragt werden. Damit wollen die Banken Geschäftskunden in der COVID-19-Krise stützen. Koordiniert wurde die Aktion vom Bankenverband ABBL.

Die teilnehmenden Banken sind die Banque Internationale à Luxemburg, die Banque de Luxembourg, ING Luxembourg, BGL BNP Paribas, Raiffeisen und Spuerkeess. Ein „Memorandum of Understanding“ hält fest, welche zusätzlich zum staatlichen Garantiesystem für neue Bankdarlehen bestehen wird. Es regelt den Anwendungsbereich, den Zahlungsaufschub, betroffene Kredittypen, Zeitpunkt und Dauer des Aufschubs der Rückzahlung.

Antragsteller können Unternehmen sein, die nicht aus dem Finanzbereich kommen, Selbständige, landwirtschaftlichen Unternehmen und gemeinnützigen Vereinigungen. Sie müssen ihren Sitz in Luxemburg haben und zur Bank muss eine Geschäftsbeziehung bestehen. Aufgrund der durch die Krise dargelegten Gründe wird die Bank den Zahlungsaufschub beurteilen. Das Moratorium gilt nicht vor Probleme, die vor der Coronavirus-Krise entstanden sind. Die ABBL betont, dass für neue Kredite, die ab dem 18. März 2020 und für eine maximale Laufzeit von sechs Jahren gewährt werden, in Zusammenarbeit mit der Regierung ein staatliches Garantiesystem entwickelt wurde.