Trotz Regen begeisterte die junge Soul-Sängerin Joss Stone das luxemburgische Publikum am Sonntagabend im Hof der Abtei Neumünster, wo sie mit ihrer Band im Rahmen des diesjährigen OMNI-Festivals aufgetreten ist. Von bekannten Liedern wie „Super Duper Love“ ‚ „Baby, Baby, Baby“, die zu einem Medley vereint wurden bis zu Songs aus ihrem letzten Album „The Soul Sessions Vol. 2“ zog sie die Zuhörer in ihren Bann.
Schon vor fünf Jahren trat sie übrigens an einem regnerischen Abend in Luxemburg an gleicher Stelle und am gleichen Datum auf, diesmal war die Stimmung allerdings besser.
Erfolgreich seit zehn Jahren
Joss Stone, die einst im Jahre 2002 mit 15 Jahren ihren ersten Plattenvertrag unterschrieb gelang zwei Jahre später mit dem Hit „You Had Me“ ihren kommerziellen Durchbruch. Für das dazugehörige Album „Mind, Body & Soul“ gewann sie drei Grammy-Auszeichnungen, darunter eine für den „Besten Neuen Künstler“.
Jetzt, zehn Jahre später hat die gebürtige Engländerin schon sechs Alben veröffentlicht und während des Konzerts verriet sie, dass sie an einem neuen Album arbeiten würde, drei Titel aus diesem unveröffentlichten Album interpretierte sie in der Abtei Neumünster.
Poncho-Fans
Neben den Liedern gewann Joss Stone das Publikum auch mit ihren kleinen Lebensweisheiten, die öfters zwischen den Liedern zur richtigen Minute aus ihr herauspurzelten. Man konnte der jungen Frau ansehen, dass sie ihr Leben als Musikerin genoss, und das Auftreten im Rampenlicht sie nicht daran hinderte, selbstbewusst und ohne Sorgen mit dem fremden Publikum zu reden. Sie bezeichnete die Zuschauer, die mit farbigen Regenponchos zur Musik tanzten als „rainbow“ und sang munter drauf los.
Der Auftritt in Luxemburg war Teil ihrer aktuellen Welttournee „Total World Tour“ und Ziel dieser Konzerte, die in verschiedenen Ländern stattfinden, ist es das Publikum zu vereinen, denn „We’re all one, all the barriers were just made up“, so Joss Stone.
Barfuß aufzutreten und ihre Lebensfröhlichkeit zu verbreiten ist das Markenzeichen von Joss Stones’ Konzerten.
Das weiße Kleid, die welligen Haare und ihre beneidenswerte Lebensfreude versprühten angesichts des traurigen Wetters ein bisschen Hippie-Flair. Authentisch zu bleiben und trotzdem in Bezug zu Musik experimentierfreudig zu sein, das können noch junge Musiker von ihr lernen.



