LUXEMBURG
PATRICK VERSALL

Die Rencontres Musicales de la Vallée de l’Alzette starten am 12. Januar 2014

In fünf Wochen steht das Alzettetal zwischen Mersch und Walferdingen in ganz im Zeichen der Barockmusik. Von Mitte Januar bis Ende März 2014 kommen im Rahmen der Rencontres Musicales de la Vallée de l’Alzette (RMVA) all jene Klassikhörer auf ihre Kosten, die Alte Musik in historischen Gemäuern, - in diesem Fall in Dorfkirchen - , genießen möchten.

Die Organisatoren bleiben auch bei der kommenden Auflage ihrer Philosophie treu und lassen die nationalen und internationalen Solisten und Ensembles ausschließlich in Gotteshäusern auftreten; die Konzert werden auch bei dieser Auflage stets am Sonntagnachmittag um 17.00 beginnen. Ein weiterer Trumpf -neben den einzigartigen Konzert-Locations - sind die äußerst moderaten Eintrittspreise: Das Einzelticket kostet 20 Euro; die sieben Konzert gibt es zum unschlagbaren Abonnementspreis von 95 Euro. Darüber hinaus sind reduzierte Tickets erhältlich (siehe Kasten).

Offenes Ohr für Nachwuchstalente

„Für einige Ensembles, die zu den RMVA kommen, muss der Konzertgänger im Ausland viel tiefer in die Tasche greifen, als dies hier der Fall ist“, unterstreicht der musikalische Leiter des Festivals, Rosch Mirkes, die faire Preispolitik des Events. Die Zuhörer wissen diese und das hochklassige musikalische Angebot zu schätzen: Über 2.000 Besucher konnte die 2013er Auflage des Festivals verbuchen; über 100 Abos wurden an die Hörerin und den Hörer gebracht. Das RMVA wird sich auch in Zukunft selbst dazu verpflichten, jedes Jahr mindestens ein Nachwuchstalent für einen Auftritt zu verpflichten. Einerseits profitiert der Nachwuchskünstler von der einmaligen Gelegenheit, sich die ersten Sporen auf einem etablierten Festival zu verdienen. Andererseits ist es für einen Festivalleiter vom finanziellen Aspekt her von Vorteil, einen jungen, vielversprechenden Künstler zu verpflichten, solange die Gagen noch erschwinglich sind. Des Weiteren bieten die Macher der RMVA jedes Jahr ein Konzert mit einem luxemburgischen Ensemble an; ihm sei es wichtig, auch mit luxemburgischen Künstlern zu arbeiten, erklärt Mirkes. Die Konzertreihe hat es seit der ersten Ausgabe 2001 zu internationaler Renommee gebracht ; regelmäßig klopfen Ensembles bei Mirkes an, in der Hoffnung, ein Engagement in Luxemburg an Land zu ziehen.

Sponsorensuche

Der ausgebildete Musiklehrer reist Jahr für Jahr durch halb Europa, immer auf der Suche nach Künstlern und Ensembles, die ins Konzept der RMVA passen. Wie etwa die Sopranistin Nuria Rial, - ein aufgehender Stern am Barock-Himmel -, die Werke von Marianna Martines interpretieren wird, eine Komponistin, die der musikalische Leiter erst kürzlich entdeckt hat. Beim Ensemble Capella de la Torre beispielsweise saß Mirkes vier Stunden in den Proben und suchte anschließend den Kontakt zu den Mitgliedern. So entstand der Kontakt zum Ensemble, das am 23. Februar nach Bofferdingen kommt. Der musikalische Leiter ist nicht nur stets auf der Suche nach Künstlern, sondern auch nach neuen Sponsoren. Finanziert werden die RMVA mit privaten und öffentlichen Geldern sowie mit den Einnahmen, die mit dem Verkauf der Eintrittskarten erzielt werden.