LUXEMBURG
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BEE SECURE rät: Lieber zweimal überlegen, bevor man Bilder postet oder weitersendet

Wie schnell man sich in einer Stresssituation befinden kann, wenn man unbedacht Bilder oder Videos von sich oder anderen übers Web, SMS oder andere digitale Wege verbreitet, weiß Barbara Gorges-Wagner, die Leiterin des „Kanner Jugend Telefon“: Beim KJT melden sich immer mehr junge Leute, aber auch Eltern, die weder aus noch ein wissen, weil sie selbst oder ihre Kinder mit freizügigen Fotos erpresst werden, die eigentlich nur für den Freundeskreis bestimmt waren. „Besorgniserregend“ nennt Gorges-Wagner den Trend. Betroffene könnten in Depressionen verfallen, oder sogar Selbstmordgedanken hegen. Außerdem: „Vielen jungen Leuten ist nicht bewusst, dass sie sich strafbar machen, wenn sie intime Bilder von anderen Minderjährigen verschicken“, wie Gorges-Wagner unterstreicht. Und selbst solche Fotos von sich selbst zu posten oder zu smsen kann ein gerichtliches Nachspiel haben.
Mit der neuen Kampagne „bass de sécher?!“ möchte BEE SECURE, die Initiative zur Sensibilisierung zur sicheren Benutzung der Informations- und Kommunikationstechnologien, aber auch ganz allgemein auf die Konsequenzen aufmerksam machen, die unbedachte Bilder- und Videopostings nach sich ziehen können.

Klicks mit Konsequenzen

Denn: Das Internet vergisst nicht und vor allem ist es, auch wenn manche Dienste das versprechen, nie ein Privatbereich. Immer besteht das Risiko, dass Informationen über den Nutzer dort landen, wo es nicht gewünscht ist.
So ist es von Vorteil, verantwortlich damit umgehen zu können. Über das ganze Schuljahr hinweg wird BEE SECURE demnach Sensibilisierungsbotschaften an die Zielgruppen bringen, dies über Plakate und Videos in den einschlägigen sozialen Medien wie Facebook, Instagram, Snapchat, YouTube oder TikTok.
Im Angebot sind aber auch Kurse und Veröffentlichungen zu Themen wie „Selbstdarstellung“,  „Sexting“ – das Versenden oder Empfangen von sexuell explizitem Material -  oder „Sharenting“ – die übermäßige Verteilung von Bildern ihrer Kinder durch Eltern.
Natürlich sind die Thematiken auch von großem Interesse für Personen, die regelmäßig mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben.  Ein paar unbedachte Klicks können Situationen hervorrufen, die außer Kontrolle geraten können. Barbara Gorges-Wagner rät, auf jeden Fall, gleich Hilfe zu holen. Das KJT, das auch die BEE SECURE-Helpline managt, ist von montags bis freitags von 9.00 bis 16.00 über die Nummer 8002 1234 zu erreichen.
Viele Infos zu den angesprochenen Thematiken gibt es auch auf www.bee-secure.lu oder www.kjt.lu