CLAUDE KARGER

Hätte Aristoteles die Referendumsdebatte beobachtet, glaubt der „Wort“-Leiter, hätte er festgestellt, dass es sich um einen „deliberativen, politischen Diskurs handelt. Und in diesem gibt es eben keine klare Regeln, nach welchen er zu bewerten wäre. Somit ist es unausweichlich, dass das Bauchgefühl eine gewichtigere Rolle spielt als dieses oder jenes Argument“. Ja, der Bauch! Spielt stets eine wichtige Rolle bei der Entscheidungsfindung. Kann dabei auch ganz schön ins Grummeln kommen. Erst recht auf einem Schiff. Mit einem solchen beschäftigte sich der Glossenschreiber des „Tageblatts“, der sich aufregt über die durch die „Päischtcroisière“ leer gefegte Pfingst-Kulturagenda: „Denn schließlich schippert das gesamte kulturbegeisterte Publikum irgendwo im Mittelmeer zwischen Venedig und Ibiza rum“. „Den Daheimgebliebenen - ihr seekranken Schiffsmuffel seid selbst schuld! - bleibt eigentlich nur noch das „Schlappekino““, schnieft der Autor. Aber großes Theater wird es noch geben: In einem Interview mit unserer Stargastronomin „nationale“ träumt das „Tageblatt“ von einem „roten Teppich in Hollywood für die besten Köchinnen weltweit“. Was Powerfrau Léa denn da präsentieren würde? „Mich, in einer goldenen Robe und natürlich meine selbst gebackenen Madeleines“. Das wollen wir sehen! Das Gebäck, versteht sich.