CLAUDE KARGER

Sachte, sachte, „Tageblatt“. Kaum ist unser Weltraumminister dabei, das Fundament der „Space-Mining-Vision“ zu gießen, hebt das Blatt aus der Escher Kanalstraße schon ab und forderte gestern online: „Beam me up, Etienne“. Ob wir „Scotty“ Schneider noch erleben werden? Aber „Science Fiction“ wird schließlich mit Riesenschritten zur Realität. Wie gestern zu erfahren war, investieren die Fratzenbuch-Macher nun Millionen in eine Technologie, die „Menschen direkt mit dem Gehirn tippen“ lässt, wie die Agentur DPA gestern meldete, „Gedanken ausspionieren werde man aber nicht“. Aber natürlich nicht! Niemals. Garantiert. Ganz, ganz, ganz sicher nicht, ich schwör, bei Zuckerberg! Uns graut jedenfalls schon mal davor, sich üble Gedanken fünfmal schneller auf „Facebook“ abladen zu sehen, als das bislang der Fall ist. Andererseits könnte eine solche Technologie vielleicht helfen, manche Hirnwindungen zu verstehen. Beispiele aus der Aktualität: „Haben Sie schon Fake-Nippel im Schrank?“, fragte gestern das Online-Wesentliche - das sei nun der neuste Trend um „seine Weiblichkeit besonders offensichtlich“ zu zelebrieren. Hä? Oder: „Starbucks bringt den Einhorn-Frappuchino“; laut „Télécran“ ist das „Unicorn-Toast“ auch schwer faszinierend. Als ob wir Kalorienbomben aus dem Traumland bräuchten... Pille, übernehmen Sie!