RAS AL KHAIMAH
JEFF KARIER

Erster Teil unserer Reisereportage mit Luxair Tours nach Ras Al Khaimah

Mit 64 Kilometern Küstenlinie, einem beeindruckenden Gebirge zu dem Dschabal Yibir, der höchste Berg der Vereinigten Arabischen Emirate zählt sowie einer beeindruckenden Wüste, bietet Ras Al Khaimah eine überraschend große Vielfalt. Auch wenn es keinen so schillernden Namen wie etwa Dubai hat, der auch etwas besser von der Zunge geht, ist dieses Emirat ein aufregendes Reiseziel. Seit dieser Woche geht vom Luxairport ein Direktflug nach Ras Al Khaima. Luxair Tours ist dabei der erste Tour-Operator in West-Europa, der dies anbietet. Eine Tatsache, auf die Alberto Kunkel „Executive Vice-President Tour Operating and Sales“ sehr stolz ist.

Um die neue Destination zu präsentieren und den ersten Flug an den arabischen Golf zu feiern, lud Luxair Tours unter anderem 17 Pressevertreter ein. Diese stammten dabei nicht nur aus Luxemburg, sondern auch aus Frankreich, Belgien und Deutschland. Schließlich machen diese Länder einen Großteil der Kundschaft von Luxair Tours aus.

Über Türkei und Irak an den Golf

Los ging es am Dienstagmorgen vom „Findel“ aus. Der Flug sollte rund sechsein halb Stunden dauern. Dank Netflix, Podcasts und Musik sollten diese aber schnell vergehen. Da es sich hierbei aber nicht um einen alltäglichen Flug handelte, richtetet unter anderem Alberto Kunkel einige Worte an die Fluggäste, zu denen auch eine Reihe von Reiseveranstaltern, Mitarbeiter von Luxair Tours und andere Touristik-Profis gehörten. Sogar eine Tombola mit Luxair-Preisen wurde organisiert. Der Hauptpreis war die seltene Möglichkeit, bei der Landung im Cockpit dabei zu sein. Leider wurde unsere Nummer 87 nicht gezogen.

Interessant war die Flugstrecke. Diese führt über die Türkei an Syrien vorbei weiter über den Irak, quer über den arabischen Golf und am Iran entlang bis nach Ras Al Khaimah. Dabei war das Flugzeug nicht komplett gefüllt, einige Dutzend Sitze blieben leer, damit der Kerosinverbrauch reduziert wird und die Boeing 737 nicht zum Auftanken zwischenlanden musste. Das spart Zeit, Geld und bot den Passagieren mehr Platz.

Doppelte Überraschung

Der Anflug auf den Flughafen gestaltete sich eindrucksvoll. Zunächst blickte man über den Golf, sah auf der linken Seite die Küste des Irans und einige Inseln, dann in einem Flussdelta einige Mangroven, gefolgt von Steppe und Wüste. Nachdem das Flugzeug aufgesetzt hatte, folgte die erste Überraschung. Feuerwehrfahrzeuge ließen Wasserstrahlen auf das Flugzeug hinabregnen, sozusagen als Segnung nach diesem doch historischen Flug.

Als wir dann fast in Parkposition sind, erblicken wir einige Dutzend Menschen, die an einem roten Teppich auf uns warten. Uns wurde ein festlicher Empfang geboten. Am Ausgang der Passkontrolle tanzten einige Männer in traditionellen Gewändern mit Säbel und Gewehr zu Musik. Kunkel sowie andere Offizielle tanzten mit. Zu unserer Begrüßung war auch Elisabeth Cardoso Jordão, die luxemburgische Botschafterin in den Emiraten, gekommen. Bevor wir uns auf zu unserem Hotel machten, gab es noch Kuchen und eine Geschenktüte, in der zwar keine örtlichen Produkte waren, dafür aber Schokolade von uns wohl vertrauten Marken.

32 Grad, Wind und Shisha

Im Bus stellten wir erfreut fest, dass dieser über Wi-Fi verfügte. So konnten E-Mails gecheckt, Nachrichten verschickt und Fotos gepostet werden. Denn wie wir alle schmerzlich erinnert wurden, gilt hier die Roaming-Freiheit der EU nicht und Surfen im Internet ist sehr teuer. Nach etwa 30 Minuten Fahrterreichten wir das luxuriöse „Doubeltree by Hilton“, ein Resort, das insgesamt rund 500 Zimmer und mehrere Restaurants, Bars und Swimmingpools bietet und sich auf der künstlichen Insel Marjan befindet.

Nach dem Einchecken konnten wir uns auf unserem Zimmer etwas frisch machen. Diese sind wie das gesamte Hotel sehr hell gestaltet. Es wurden Marmor und ähnliche Materialien verwendet, zu denen dunkles Holz einen schönen Kontrast bildet. Das Design ist modern, aber mit arabischen Elementen angereichert. Sogar einige europäische Steckdosen sind eingebaut. Nachdem wir schnell geduscht und unser Smartphone aufgeladen hatten, begaben wir uns in die Lobby und wurden gemeinsam mit einigen Kollegen zum Restaurant „Wave Breaker“ gebracht, wo uns ein Begrüßungscocktail samt Ansprachen erwartete.

Das anschließende Buffet war traditionell gehalten. Neben Humus, Fladenbrot und gegrilltem Fleisch fanden sich viele weitere Speisen, die wir bei einer lauen Brise genießen konnten. Diese half auch dabei die rund 32 Grad, die selbst lange nach Sonnenuntergang herrschten, zu ertragen.

Satt und etwas müde zog es uns in den neunten Stock unseres Hotels, wo sich eine der Bars befindet. Neben dem schönen Ausblick wurde hier aber auch Shisha geboten und wir ließen den ersten Tag bei Wasserpfeife und einem Bier ausklingen.

Fortsetzung folgt.