Am Donnerstag wurden im CAPe zwei Projekte vorgestellt, die unter Mithilfe der Bürger für die Bürger der Pattonstadt entwickelt wurden. Dabei handelt es sich um die Neugestaltung des Marktplatzes (Place Marie-Thérèse) und ein Mobilitätskonzept. Engagierte Bürger nahmen an verschiedenen Arbeitssitzungen teil und brachten unter Anleitung von Experten ihre Ideen zu Papier. Während der Vorstellung der Arbeiten zeigten diese sich zufrieden mit dem Ablauf der Debatten die teilweise auch kontrovers verlaufen waren.
Das Ergebnis lässt sich zeigen und wird dem Gemeinderat, nach weiteren technischen Klärungen, zur endgültigen Genehmigung vorgelegt. Laut Bürgermeister Jean-Paul Schaaf könnte die Umsetzung kurzfristig erfolgen.
Ort der Begegnungen
Ein erster Versuch der Gemeinde den Marktplatz in Zusammenarbeit mit dem Besitzer des ehemaligen Monopol-Warenhauses, das den Marktplatz prägt, aufzuwerten, scheiterte aus finanziellen Gründen.
Der neue Plan sieht jetzt einen fast autofreien Platz mit verschiedenen Annehmlichkeiten vor.
Die Bushaltestelle wird aufgewertet, der Gastronomiebereich wird durch Terrassen vergrößert. Eine Grünfläche mit Kinderspielplatz soll das Areal auflockern. Schließlich wird ein Brunnen oder Wasserspiel den Platz beleben.
Mit diesem Konzept hofft man im Stadtzentrum einen Ort der Begegnungen zu schaffen. Zum ehemaligen Monopol Geschäft meinte Schaaf, bis Mitte dieses Jahres sollte eine Lösung mit den Besitzern, einem holländischen Investmentfond, gefunden werden.
Wege zu einer sanften Mobilität
Zusammen mit dem Ingenieurbüro Komobile wurden eher kleinere Verbesserungen des Verkehrsflusses ausgearbeitet. Diese sollten im Einklang mit einer Nordstad Verkehrsstudie, die in Arbeit ist, und mit der geplanten Neugestaltung des Bahnhofs, stehen.
Viel Wert wurde auf einen verbesserten Fußgängerverkehr gelegt. Dieser soll barrierefrei sein und eine Auflockerung sollte mit Begegnungsräumen erreicht werden.
Die Radwege werden an das nationale Radwegenetz angeschlossen.
Die City-Bus Strecken werden erweitert, so sollen drei Busse vier Linien zu festen Fahrzeiten bedienen.
Mit jeweils 16.000 bis 18.000 Fahrzeugen pro Tag auf den drei Hauptzufahrtsstraßen bleibt der Autoverkehr ein echtes Problem, das nur im Rahmen des Nordstad-Verkehrskonzeptes zufrieden stellend gelöst werden kann. Maßnahmen wie die Einrichtung von eigenen Ladestellen für LKWs, zusätzliche Ampeln und Fahrverbot in Nebenstraßen könnten zur Verkehrsberuhigung beitragen.



