LUXEMBURG
MM

In der Hälfte der EU-Staaten halten Nicht-Gebietsansässige den größten Teil der Staatsanleihen

Im Hinblick darauf, wer Staatsanleihen hält, sind laut Daten von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, erhebliche Unterschiede in der Europäischen Union (EU) zu verzeichnen. Unter den Mitgliedstaaten, für die Daten vorliegen, war der Anteil der von Gebietsfremden finanzierten öffentlichen Verschuldung im letzten Jahr in Zypern mit 82 Prozent am höchsten, gefolgt von Litauen (73 Prozent), Lettland (68 Prozent). In Luxemburg lag dieser Anteil bei 42,7 Prozent. Das heißt, der Großteil der Geldgeber Luxemburg sind im Land selbst ansässig. Der Anteil des vom gebietsansässigen Finanzsektor gehaltenen Schuldenstands in Schweden und Dänemark war 2017 EU-weit mit je 69 Prozent am höchsten, darauf folgten die Niederlande, Malta und Italien (je 62 Prozent).

Im Allgemeinen hatten in der EU die Staaten weniger als zehn Prozent ihres Schuldenstands bei gebietsansässigen außerhalb des Finanzsektors wie Unternehmen, private Haushalte und private Organisationen ohne Erwerbszweck. Ausnahmen stellten Malta (26 Prozent), Ungarn (20 Prozent), Portugal (13 Prozent) und Irland (elf Prozent) dar. In Luxemburg waren es 0,9 Prozent.

Von den Mitgliedstaaten verzeichnete Schweden, wo bei fast 25 Prozent der Staatsverschuldung insgesamt die Laufzeit weniger als ein Jahr betrug, im Jahr 2017 den größten Anteil an kurzfristigen ursprünglichen Laufzeiten, gefolgt von Ungarn (18 Prozent) und Portugal (17 Prozent). In Luxemburg lag der Anteil der kurzfristigen Laufzeiten am Schuldenstand bei 3,7 Prozent. Im Gegensatz dazu wies in Bulgarien, Litauen, Polen und der Slowakei fast die gesamte Verschuldung langfristige Laufzeiten auf.