PASCAL STEINWACHS

Das Sommerloch hat noch nicht mal angefangen, und schon stürzt sich die Erzbistumszeitung quasi tagtäglich mit viel Verve auf den armen Vizepremier, nur weil dieser in einem schwachen Moment den Zukunftspak als Fehler bezeichnet hatte. Das Schneider’sche Eingeständnis tauchte gestern dann auch sogar in der „Frage des Tages“ auf. Das Leserergebnis war indes genauso glasklar wie das Wetter heiß: „Ich glaube ihm nicht. Das hört sich eher an wie Wahlkampf-Getöse...“. CSV-Boss Marc Spautz ist jedenfalls hocherfreut, tobte er sich doch gestern in einem „Auf dem Holzweg“ überschrifteten Artikel auf Facebooktwitter gehörig aus: „Nicht die Opposition“ habe den Zukunftspak als Fehler bezeichnet, „sondern der sozialistische Vizepremier“.

Die Luxemburger Botschaft in Berlin hat ebenfalls einen ganz eigenen Humor, erklärte sie ihren 425 Followern auf Twitter doch jetzt in ihrem „Sproch vun der Woch“, was „Ech hunn d’Been am Jelli!“ heißt, nämlich: „Wörtlich: Meine Beine sind aus Sülze! Meint: Gefühl in den Beinen nach einer längeren Radtour“. Da hatte sich der Botschafter zuvor bestimmt mit Chefdiplomat Asselborn unterhalten, der demnächst ja wieder zu seiner traditionellen Sommervélostour aufbricht...