CLAUDE KARGER

Schock lass nach: Da fand der „tageblatt“-Leitartikler nach seiner Rückkehr aus Berlusconi-Land glatt einen CSV-Wahlprospekt im Briefkasten, auf dem ihn einer angrinst, der bleiben will, was er ist. Ein Anblick, der den Schreiber offenbar sofort – wie im absolut sehenswerten Streifen „Being John Malkovich“ - ein Hintertürchen zu des Spitzenkandidaten Hirn öffnen ließ. Und was spielte sich da ab? „Ich hab das Recht zum Weiterregieren verdient“, berichtet der „t“-Mann aus einem zornigen Denkapparat, zornig auf die „falschen Hunde“ von Sozialdemokraten, die es gewagt haben, IHN zu verraten. Den globalen Polit-Profi, dessen beste Kunst das „Gefallenkönnen“ sei. „Wetten, dass ich, das Opfer, konservative Schönredner, besser gefallen werde als die Erneuerer? Die Luxemburger wollen nichts Neues, die wollen bleiben, was sie sind“, hallt es durchs staatsministerliche Köpfchen, das die Möglichkeit einer Dreier-Koalition ohne CSV Null Platz einräumt. Xavier wird sich schon fügen. Oder der grüne Fränz? Das bärtige Schneiderlein mit seinen Premier-Gelüsten, werde er allerdings meiden, denkt der „t“-Autor für JCJ mit. Was wird das noch werden, wenn ER ihn in ein paar Wochen überall im Land riesenhaft von den orangen „Wesselmännern“ anblickt?