MARCO MENG

Bombenstimmung im Nahen Osten! Die judäische Volksfreund, ähm… pardon, die Volksfront von Judäa, schlägt wieder zu. Seit die „Islamische Widerstandsbewegung“ (Hamas) 2007 im Gazastreifen den Bürgerkrieg mit der konkurrierenden und bis dahin herrschenden Palästinenserorganisation Fatah gewann, ist der Friedenprozess mit Israel beendet. Es war auch ein zu schönes Bild, der greise ex-Terroris Arafat, des Kämpfens müde, mit Bill Clinton und Yitzhak Rabin beim Händeschütteln. Damals hatte übrigens auch Jordanien die Hamas-Büros bei sich geschlossen und deren Leute ausgewiesen oder verhaftet - heute werden die Chefs der Hamas wieder vom jordanischen König empfangen.

Während religiöse israelische Fanatiker nach den Geboten Gottes sich die Erde Untertan machen und munter Gebiete besiedeln, die ihnen nicht gehören, ballern die anderen Verrückten Raketen Richtung Israel in der Hoffnung, dass irgendjemand (hoffentlich Jude) dabei stirbt.

Die israelische Antwort, mit Kampfjets Stellungen der Palästinenser zu bombardieren, wird
von der Hamas mit Minderjährigen als Selbstmordattentäter
beantwortet. Wir lernen: hat Religion irgendwo die Finger im
Spiel, kann nichts Gutes dabei
herauskommen.

Die Finanzierer und Anstifter all dessen sitzen derweil hübsch weitab vom Schuss: Zum Beispiel der Hamas-Führer Chalid Maschal, der bis dieses Jahr noch
in Syrien wohnte. Dann aber
war dem Friedliebenden dort wohl die Atmosphäre zu gewalttätig
geworden. Er lebt jetzt im beschaulichen Katar.