LUXEMBURG
PATRICK VERSALL

Mount Stealth stellen am Donnerstag ihre zweite EP im Exit07 vor

Nairobics“, der vierte Titel auf der zweiten EP der luxemburgischen Band Mount Stealth, würde wie die berühmte Faust aufs Auge auf einen Soundtrack zu einem Michael Mann-Spielfilm passen. Springt das Quartett irgendwann auf den Soundtrackzug auf? Einen Soundtrack zu schreiben und einzuspielen würde schon passen, überlegt Mitglied David André. „Nairobics“ und die anderen fünf Titel sind seit Januar als Download erhältlich, ab Donnerstagabend auch als CD und Platte. André und seine Kollegen stellen übermorgen ihr Werk offiziell den Fans im Exit07 vor.

Die Platten und die CD folgen spät auf das digitale Album. Es dauere im Großen und Ganzen sowieso länger, eine Platte zu pressen, als ein paar Titel als MP3 anzubieten, lautet die Erklärung des Musikers. Er und die anderen Mitglieder hätten aber bewusst die Aufnahmen gerne sofort nach dem Mischen und dem Mastering digital veröffentlicht, da sie gespannt auf die Reaktionen der Fans und der Presse gewesen seien, fügt der Musiker hinzu.„Weil wir aber von der alten Schule sind, brauchen wir ein Objekt, das wir in den Händen halten können“, erklärt er den Entschluss, die Titel auf Platte und CD zu pressen, beziehungsweise zu brennen. Vier Kompositionen wurden im Dezember 2013, zwei zwölf Monate später weitere zwei. Die vier mussten wegen einer „ernsten Angelegenheit“ eine etwas längere Pause zwischen dem ersten und zweiten Studioaufenthalt einlegen. Die ersten vier Titel, die auf die Platte sollten, hatte die Band sehr früh ausgewählt: „Loco“, „Tropicalia“, Nairobics“ und „Orloff“.

Unterschiedliche Kompositionsprozesse

Die erste Mount Stealth-EP war das Resultat einer intensiven, ausgedehnten Jam-Session; für das neue Werk sammelten die Musiker erst Ideen und bauten daraus die Titel. André erinnert sich, dass an einigen Kompositionen lange herum experimentiert wurde. An der Intro und Outro des Openers „Gambero“ etwa habe man lange gebastelt.

Die neuen Titel seien düsterer, atmosphärischer; der Sound der zweiten EP sei synthetischer, betont André. Auf das Releasekonzert in Hollerich folgt ein Auftritt in Metz am 19. Juni, eine Labelnacht, die von ihrer Plattenfirma Chez Kito Kat Records organisiert wird.


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