LUXEMBURG
LJ

Bewässerungssystem der Tram-Grünstreifen funktioniert seit 20. April

Offensichtlich unternahm die CSV-Abgeordnete Françoise Hetto-Gaasch um den 1. Mai herum einen Spaziergang über Limpertsberg und Glacis getätigt. Wie einer parlamentarischen Frage an Mobilitäts- und Bautenminister François Bausch (déi gréng) zu entnehmen ist, hat sie dabei vertrocknete Grünstreifen an der Tram-Trasse entdeckt.

Wie das denn sein könne, wurde doch extra ein Bewässerungssystem in der Tram-Trasse verbaut? „Das Bewässerungssystem funktioniert und ist seit dem 20. April im Betrieb“, versichert der Minister in seiner Antwort. Der Rasen werde zwischen Mitternacht und 4.00 gegossen, das um eine zu schnelle Verdunstung während des Tages zu vermeiden und somit kein unnötiges Trinkwasser zu vergeuden. Allerdings werde die Bewässerungsanlage, die rund 552.000 Euro (ohne Mehrwertsteuer) kostete, in der Regel bereits am 1. April in Betrieb genommen, falls das Wetter es erlaubt. Denn man versuche schließlich Frostschäden zu vermeiden. Dass die Anlage, die normalerweise bis Ende August im Einsatz ist, dieses Jahr später ihren Betrieb aufnahm habe mit der Covid-19-Krise zu tun. Die Firma, die mit der Inspektion der Anlage vor Inbetriebnahme beauftragt ist und prüft, ob sie voll funktionsfähig ist und wo Bewässerungsdüsen gegebenenfalls ersetzt werden müssen, konnte wegen der Einschränkungen durch die Pandemie erst zwei Wochen später als geplant ihre Mission durchführen. Da hatte der trockene März den Grünstreifen allerdings bereits zugesetzt. Ersetzt werden sollen sie aber nicht, denn „durch die regelmäßige Bewässerung seit dem 20. April haben sich die betroffenen Teilstücke wieder erholt und können sich in den kommenden Wochen wieder regenerieren“.