LUXEMBURG
IZ/DPA

Autokindersitze mit Alarmsignal: Gute Idee aus Italien,aber nicht für Luxemburg verpflichtend vorgesehen

In Italien dürfen für Kleinkinder nur noch Autokindersitze mit Alarmsignal verwendet werden. Wer diese Pflicht ignoriert, riskiert eine Geldbuße. In bestimmten Fällen könnten auch luxemburgische Reisende betroffen sein. Die Änderungen bei der Kindersicherung, die am 7. November in Kraft getreten sind, sehen vor, dass für Kinder bis zum Alter von vier Jahren nur noch Kindersitze verwendet werden dürfen, die mit einem Alarmsignal ausgestattet sind. Dieses Signal soll verhindern, dass Kinder im Auto vergessen werden.

Geldbuße von 81 bis 326 Euro

Hintergrund: In den vergangenen Jahren starben mehrere kleine Kinder, weil sie stundenlang - bei großer Hitze - im Auto sitzen gelassen wurden. Über die technische Ausstattung des Warnsystems ist bisher nur bekannt, dass drei Voraussetzungen erfüllt sein müssen: Warnsystem im Kindersitz und im Fahrzeug integriert, externes Gerät, das zwischen Kindersitz und Fahrzeug zwischengeschaltet wird. Bei Verwendung eines nicht vorschriftsmäßigen Kindersitzes muss mit einer Geldbuße von 81 bis 326 Euro gerechnet werden. Zudem werden dem Fahrer fünf Punkte nach dem italienischen Punktesystem abgezogen.

Bei wiederholtem Verstoß gegen die Vorschrift innerhalb von zwei Jahren wird ein Fahrverbot von mindestens 15 Tagen verhängt.

Allerdings gilt die Pflicht der Verwendung von Kindersitzen mit Alarmsignal nur für in Italien zugelassene Fahrzeuge. Nur ausnahmsweise müssen im Ausland zugelassene Fahrzeuge mit den speziellen Sitzen ausgestattet sein. Dies ist der Fall, wenn der Fahrzeugführer seinen Wohnsitz in Italien hat.

Einheitliche europäische oder garinternationale Bestimmung?

Doch das ist ein Thema, mit dem sich auch der DP-Abgeordnete Max Hahn beschäftigt und gleich mal beim zuständigen Minister für Mobilität, Francois Bausch, anklopft, was der denn von diesem System für Luxemburg hält. Der führt aus, dass es aktuell keine Bestrebungen gebe, ein solches System verpflichtend in Luxemburg einzuführen. Doch bringt Bausch die Idee einer einheitlichen europäischen oder gar internationalen Regelung auf den Tisch.