CLAUDE KARGER

„Etienne im Glück“ titelte gestern das „Wort“, laut dem in der LSAP „bereits Szenarien für die kommenden drei Wahljahre diskutiert“ würden. „Bei der LSAP ist die Frage des Spitzenkandidaten eigentlich geklärt. Nur einer spielt noch mit dem Gedanken, die ungewöhnliche Geschlossenheit der Genossen auf die Probe zu stellen“, heißt es. Und das sei Jean Asselborn, der uns bereits im Dezember sagte, er werde sich den Wählern 2018 noch einmal stellen. „Etienne Schneider und Jean Asselborn: Zwei, die wohl keine besten Freunde mehr werden, aber dennoch bis auf Weiteres aufeinander angewiesen sind“, prangt unter einem Bild, auf dem der Chefdiplomat beim Pranken-Schütteln mit dem amtierenden Vizepremier guckt, als bedränge ihn gerade ein Rolls Royce auf den engen Serpentinen des Mont Ventoux, den er ja jedes Jahr hochradelt. Der Steinforter Sympathiebolzen, der es „irgendwie fertig gebracht hat, sich von der übrigen Koalition zu entkoppeln“, habe nämlich 2013 wenig goutiert, wie die Schneider-Truppe mit ihm und Juncker verfahren sei... Ob Jang eine „Revanche“-„Echappée“ reiten wird? Oder die Sozis 2019 in die Europawahlen führen und seine Karriere gar als „nächster konsensfähiger Luxemburger Kommissar in Brüssel“ beenden wird, wie das „Wort“ spekuliert? Bis dahin läuft noch viel Wasser die Eisch runter.