LUXEMBURG
SOPHIA SCHÜLKE

Bewerbungsfrist für „Jugendpräis 2017“ läuft bis Mitte Februar

Kreativ, sozial oder präventiv: Der SNJ sucht für den „Jugendpräis 2017“ wieder die besten Projekte mit und für Jugendliche und lädt Träger luxemburgischer Projekte ein, Kandidaturen für ihre Projekte einzureichen. „Gute Chancen haben diejenigen Projekte, die einen klar erkennbaren Impakt bei der gewählten Zielgruppe hatten“, teilt Eric Krier, Leiter der „Unité Soutien au secteur Jeunesse“ vom SNJ mit. Dafür muss die Zielgruppe in der Bewerbung aber deutlich erkennbar sein. „Besonders gute Chancen haben auch Projekte, die innovative Impulse setzen konnten, also mit neuen Ideen oder Lösungsansätzen die Jurys überzeugen können“, so Krier weiter.

Für junge Leute zwischen 13 und 30 Jahren

Doch zuvor müssen die Kandidaten eine Reihe von Kriterien erfüllen: Das Projekt muss zwischen dem 1. Januar 2014 und dem 31. Dezember umgesetzt worden sein. Eine Ausnahme bildet hier lediglich die Kategorie „Oldies but Goldies“. Außerdem muss das Projekt junge Leute zwischen 13 und 30 Jahren einbinden oder betreffen und einen Einfluss auf lokaler, regionaler oder nationaler Ebene haben. Entweder haben an dem Projekt Luxemburger teilgenommen, oder es wurde in Luxemburg umgesetzt. Auf jeden Fall soll es bis zum Einsendeschluss abgeschlossen und komplett finanziert sein.

Zur Bewerbung gehört korrektes und überprüfbares Informationsmaterial in Form von Fotos, Text, Video, Zeitungsartikel, denn auf dieser Grundlage trifft die Jury später auch ihre Entscheidung. Schließlich darf das Projekt nicht bereits an der vergangenen Ausgabe teilgenommen haben. Sind diese Kriterien erfüllt, kann das Projekt von der koordinierenden Einrichtung oder einer Drittstruktur eingereicht werden. Bewerben kann man sich in einer oder mehreren Kategorien.

Diese sechs Kategorien decken eine gewisse Bandbreite ab: In „Neie Wand“ können sich nach 2014 neu gegründete Gruppen bewerben, „Erasmus+ 2014-2016“ ist für alle Projekte im Rahmen von Erasmus+ gedacht, die zwischen 2014 und 2016 in Luxemburg kofinanziert wurden. Eine Sonderstellung nimmt die Kategorie „Oldies but goldies“ ein, in welcher sich realisierte Projekte der vergangenen 30 Jahre bewerben können, wenn sie von Vorläufereinrichtungen von Erasmus+ („Jeunesse pour l’Europe“, „Jeunesse en Action“) finanziert wurden. Die Kategorie deckt alle zwischen 1987 und 2013 konfinanzierten Austauschprogramme wie den Europäischen Freiwilligendienst und Seminare ab. Projekte, welche die Kreativität von Jugendlichen fördern, können bei „Krea(k)tiounen“ eingereicht werden, sind mehr Bewusstsein für Solidarität und Bürgerschaft das Ziel, ist das Projekt in der Kategorie „Sozial responsabel“ angebracht. Initiativen zur Prävention und zur Dokumentation von Effekten der Prävention haben in der Kategorie „Schutzengel“ eine Chance auf eine Auszeichnung.

Sind die Projekte dann eingereicht, erfolgt die Auswahl in drei Schritten. Zuerst prüft der SNJ die formalen Kriterien. Dann gibt der SNJ die Arbeit komplett an die beiden Jurys ab und ist in der Bewertung nicht involviert.

Die Expertenjury setzt sich aus fünf Personen zusammen, die Erfahrung in der Umsetzung oder Begleitung von Projekten außerhalb des Jugendsektors haben. Seit der ersten Ausgabe im Jahr 2015 sind das: Georges Bock (KPMG), Steve Glange (FirstTuesday Luxembourg), Gérard Koob (Syvicol), Jeff Spielmann (RTL) und Anne Reding (Casino Luxembourg). Die Jury prüft die Projekte auf die Kriterien Relevanz, Einfluss, innovativer Charakter und Grad der Einbindung der Jugend.

Jugendjury entscheidet am Ende

Am Ende wählt die Jury in jeder der sechs Kategorien drei Projekte und kann als Joker zwei weitere Projekte auswählen. Über die ausgewählten Projekte dreht der SNJ dann kurze Video-Dokumentationen, auf deren Grundlage die Jugend-Jury dann ihre Entscheidung für jede Kategorie trifft.

Die Jugendjury setzt sich aus etwa 15 jungen Leuten zwischen 13 und 30 Jahren zusammen. Um diese Jugendlichen auszuwählen, wird der SNJ im März ein Bewerbungsverfahren starten, das allen Jugendlichen offen steht. Die Bewerber dürfen nur nicht in eines der eingereichten Projekte involviert sein.

Die Gewinner werden am 18. Mai im „Forum Geesseknäppchen“ auf einer Gala bekannt gegeben, sie erhalten 1.000 Euro und ihre Projekte werden in einer Ausstellung vorgestellt.

Die Projekte müssen über das Onlineformular auf der Internetseite www.jugendprais.lu eingereicht werden. Einsendeschluss ist einschließlich der 15. Februar 2017.