LUXEMBURGCHRISTIAN SPIELMANN

Die luxemburgische Koproduktion „Mäi Bopa vum Mars“ von Adolf El Assal jetzt im Kino

Regisseur und Produzent Adolf El Assal („Sawah“) koproduzierte mit seiner Filmfirma Wady Media den Kinderfilm „Moj Dida Je Pao s Marsa“ (My Grandpa is an Alien), unter anderem zusammen mit kroatischen, norwegischen, slowenischen und slowakischen Produzenten. Dražen Žarkovic und Marina Andree Škop realisierten den Science-Fiction-Film, der in Kroatien gedreht wurde. Unter dem Titel „Mäi Bopa vum Mars“ startet der Film in einer luxemburgischen Synchronisation am heutigen Mittwoch in den wiedereröffneten Kinos des Landes.

Am Anfang des Films zerstört ein herabstürzendes Objekt aus dem All das Haus der jungen Lena. 30 Jahre später lebt Lena (Petra Polnisová) zusammen mit ihrer Tochter Una (Lana Hranjec), ihren Söhnen Sven (Sven Barac) und Alex (Alex Rakos) sowie ihrem Vater (Nils Ole Oftebro) in einem neuen Haus. Ihr Mann ist Pilot und daher nicht oft zu Hause. Una ist sehr neugierig und besucht öfters ihren Opa, der zurückgezogen im Keller herumbastelt. In der Schule erpresst und hänselt Maja (Tonka Kovacic) die unsicher wirkende Una.

Eines Nachts tauchen Sterne am Himmel auf, die wie ein „Y“ aussehen. Erneut landet ein UFO und Opa wird entführt. Lena wird zur selben Zeit schwer krank und wird in eine Klinik transportiert. Im Garten entdeckt Una eine geheimnisvolle Scheibe und im Keller einen Roboter, den sie Dodo nennt. Dieser erklärt ihr, dass er vom Planeten Perseus stammt, wo die Bewohner aus reiner Energie bestehen, und dass ihr Opa ein Bewohner dieses Planeten ist. Zusammen mit Dodo macht sie sich auf die Suche nach ihrem Großvater. Hilfreich ist dabei eine Erfindung ihres Opas: Eine neue Maschine, die mit menschlichen Abgasen Energie produziert. Sie nutzt diese, um ihren Roller anzutreiben. Una hat knapp 24 Stunden Zeit, ihren Opa zu finden, ehe die Aliens den Heimflug mit ihm antreten werden. Ihre Mutter wird dann wahrscheinlich sterben.

Zu kindgerecht

Stilistisch bietet das Regie-Duo nichts Neues. Alles ist konventionell gefilmt und zusammengeschnitten. So entpuppt sich die Suche nach Opa sich als recht einfach und wenig spannungsgeladen. Dodo ist ein richtiger, aber simpler und nicht Computer-animierter Roboter. Sein Mienenspiel erinnert an alte Computerspiele. Nach einer turbulenten Kanufahrt wird lediglich eine Quad-Gang kurz zum Problem, dann aber helfen die Biker dem Mädchen. Unas Streit mit Maja bringt der Geschichte nicht viel, außer einer kurzen Schlägerei unter Teenies. Der Geschichte hätten ein paar originelle Einfälle und Situationen gutgetan. Dieser belanglose Handlungsstrang wird allenfalls Kinder interessieren.

Für die luxemburgische Synchronfassung liehen unter anderem Katharina Bintz, Raoul Albonetti, Nilton Martins, Marie Jung, Claude Fritz, Michel Tereba und Ayleen Thein ihre Stimmen.