CLAUDE KARGER

Auf den letzten Metern der Debatte am Mittwoch zur letzten außenpolitischen Erklärung dieser Legislatur in der „Chamber“ ging es offenbar noch mal heftig zu, hat jedenfalls der „Quotidien“ beobachtet. Da habe sich der Diplomatiechef doch tatsächlich von nicht gerade als oberdiplomatisch bekannten konservativen Exponenten vorhalten lassen müssen, der sei nicht diplomatisch genug und würde sogar mitunter eine „ideologische“ Politik führen. „Une dalle de béton nous sépare“, platzte Asselborn da der Kragen angesichts der Anwürfe von Ex-Karrierediplomat und Doppelagent Fernand K. Mit „K-Fragen“ beschäftigte sich gestern auch der „T“-Leitartikler. Aber die werden ja jetzt nun nach und nach beantwortet. Viviane und Claude auf dem CSV-Zentrumstandem, Raketenmann Etienne am Ruder des LSAP-Zentrums(t)raumschiffs, Jang „Leader“ des Süd-Pelotons, Nico Kapitän im Osten, Romain im Norden, Fred im ADR-„Sammelbecken chronisch Unzufriedener“, wie das „T“ schreibt... Bald sind alle gesetzt. Dann „müsste nun die Zeit für Wichtigers anbrechen, etwa für die konkreten Vorstellungen der Parteien darüber, was sie unter qualitativem Wachstum verstehen“, hofft der „T“-Autor. Wir befürchten allerdings, dass vor einer konstruktiven Debatte darüber eine dicke fiese Stahlbetonplatte aus Ängsten steht, auf die die meisten Konkurrenten lieber schwarzmalen, statt den Pickel anzusetzen.