LUXEMBURG
PAUL HEBER

Anderthalb Wochen nach dem verheerenden Zyklon „Idai“ in Südostafrika haben Helfer einige verwüstete Regionen noch immer nicht erreichen können. Am 15. März hatte der Zyklon Mosambik, Malawi und Simbabwe verwüstet und mit schweren Regenfällen weite Landstriche unter Wasser gesetzt. Das UN-Kinderhilfswerk Unicef geht davon aus, dass mindestens 1,8 Millionen Menschen betroffen sind, davon die Hälfte Kinder. Allerdings glauben Unicef und andere Hilfsorganisationen, dass die Zahlen noch weiter steigen.

„Das Ausmaß der Krise ist wirklich erschütternd. Inzwischen ist die Angst vor dem Ausbruch von Krankheiten stark gestiegen. Vor allem in den überschwemmten Gebieten ist mit der Verbreitung von Durchfallerkrankungen wie Cholera zu rechnen. Das liegt auch daran, weil vielerorts kein sauberes Trinkwasser mehr vorhanden ist. Dies ist besonders gefährlich für die Schwächsten, und das sind die Kinder.

Die Hilfsorganisationen beginnen gerade erst, das Ausmaß der Zerstörungen zu verstehen. Ganze Ortschaften sind überflutet, Gebäude weggeschwemmt und Schulen und Gesundheitsstationen wurden zerstört. Während die Such- und Rettungsmaßnahmen weitergehen, muss alles getan werden, um die Ausbreitung von Krankheiten durch verseuchtes Wasser zu verhindern.

Besonders besorgt sind wir über die Sicherheit von Kindern, die immer noch auf ihre Rettung warten oder die in überfüllten Notunterkünften von Gewalt und Missbrauch bedroht sind. Wir sorgen uns auch um die Kinder, die durch den Zyklon zu Waisen wurden oder im anschließenden Chaos von ihren Eltern getrennt wurden.

Unicef unterstützt zusammen mit dem Welternährungsprogramm die Verteilung von Nahrungsmitteln in den Notunterkünften und verteilt Tabletten zur Wasserreinigung. Gemeinsam mit seinen Partnern arbeitet Unicef daran, sichere, kinderfreundliche Orte einzurichten, in denen die Kinder sich ausruhen und spielen können. Unicef stellt für die Opfer des Zyklons Idai in allen betroffenen Ländern auch Medikamente, imprägnierte Moskitonetze zum Schutz vor Malariamücken, Wasserkanister und Hygienepakete bereit.“

Wer spenden will, kann dies im Internet tun auf www.unicef.lu/idai