PASCAL STEINWACHS

Für die zukünftige größte Oppositionszeitung des Landes ist glasklare Logik trotz jahrzehntelanger erzbistümlicher Indoktrination gottlob nicht länger ein Fremdwort, kam eine ihrer Politredaktösen doch jetzt nach stundenlanger Vordertürsteherei vor dem Außenministerium (wo dieser Tage bekanntlich bienenemsig an der besten aller blau-rot-grünen Welten gebastelt wird) zusammen mit dem baldigen Gambia-Häuptling Bettel zur (helmut kohl‘schen) Konklusion, dass das was zählt, das ist, „was hinten rauskommt“. In den jeweiligen gambianischen Arbeitsgruppen soll es nämlich „etwas härter zur Sache“ gehen, aber das sei normal, „schließlich müssten drei unterschiedliche Wahlprogramme auf einen gemeinsamen Nenner gebracht werden“, wie Bettel zitiert wird.

Auf keinen gemeinsamen Nenner kam gestern indes die europäisch preisgekrönte „Journal“-Redaktion in Bezug auf ihre allerliebsten TV-Serien. Derweil die älteren Semester immer noch „Bonanza“ nachtrauern, und die mittleren Jahrgänge sich mit Wehmut an „Beverly Hills, 90210“ erinnern, kuckt die niemals alt werdende Politredaktion in ihren seltenen arbeitsfreuen Momenten am liebsten „Girls“ - ganz gleich welcher Farbe und Couleur...