LUXEMBURG
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Firma Heckler & Koch wird die neue Polizeidienstpistole liefern

Es wird also die HK-SFP9: Die Firma Heckler & Koch hat den Zuschlag für die Stellung der neuen Dienstwaffen für die luxemburgische Polizei bekommen. Das bestätigt die Polizei-Pressestelle auf Nachfrage.

Bekannt war, dass im Rahmen der anstehenden Polizeireform die Beamten mit neuen Dienstwaffen versorgt werden. Seit 2011 laufen diesbezügliche Gespräche, der Revolver wurde kategorisch unter anderem von der Polizeigewerkschaft SNPGL abgelehnt. Er sei nicht mehr zeitgemäß und die Munition zu unsicher. Auch gab es bereits diverse parlamentarische Fragen zu diesem Thema, welches Modell komme, das konnte oder wollte Minister Schneider mit Blick auf eine europaweite Ausschreibung nicht sagen. Doch der Kostenpunkt alleine für diesen Reformbereich wurde auf rund zwei Millionen für 2017 fixiert. Was Schneider bestätigte, war der Punkt, dass man sich bei der Ausschreibung sehr an den notwendigen Handlungspunkten und Missionen im Polizeialltag orientiert habe, unter anderem wurden hier Referenzen der deutschen Polizei herangezogen. Bekannt war auch , dass die österreichische Firma Glock, die andere luxemburgische Ordnungskräfte mit Pistolen ausgerüstet, kein Angebot abgegeben hatte. Wie das „Journal“ bereits im September 2016 im Rahmen einer Reportage über die Polizeiausbildung berichtete, stand diese Pistole aus dem Hause Heckler & Koch bei den hiesigen Waffenexperten wohl ganz oben auf der Wunschliste.

Individuell gestaltbar

Die moderne SFP9 Schlagbolzenschlosspistole ist ein voll vorgespanntes System mit Single Action Abzug im Kaliber 9 mm x 19. Die Pistole verfügt serienmäßig über einzigartige Charakteristika und innovative Details. Patentiert ist die Durchladehilfe im hinteren Verschlussbereich, die ein einfaches und verletzungsfreies Durchladen verspricht. Die Demontage der Pistole erfolgt werkzeuglos und bietet höchste Sicherheit zur Vermeidung von Unfällen durch einen erzwungenen Handlungsablauf, wie es offiziell heißt. So ist ohne Entnahme des Magazins eine Zerlegung der Waffe unmöglich. Entgegen vergleichbarer Pistolenmodelle entspannt die Waffe automatisch beim Zerlegen, ein Sicherheitsplus. Zudem muss der Abzug vor dem Demontagevorgang nicht betätigt werden.

Mittels tauschbarer Griffrücken und Griffschalen stehen diesem Modell insgesamt 27 Kombinationsmöglichkeiten zur individuellen Griffgestaltung zur Verfügung. Ein absoluter Nutzungsvorteil, hat doch nicht jeder die gleiche Handgröße, sagten die Waffenexperten gegenüber dem „Journal“. „Die exzellente Abzugscharakteristik fördert höchste Präzision bei schnellen Schussfolgen. Sie basiert auf einem ausgewogenen Verhältnis aus Handlage, geringem Abzugswiderstand sowie kurzem Abzugs- und Rückstellweg“, so das Unternehmen. Sie habe die Vorgaben und Kriterien erfüllt, wie berichtet wurde. Mitte 2017 sollen die Waffen im Großherzogtum ankommen. Dann erfolge eine Einführung von zwölf Stunden, wie die Polizeipressestelle erklärt. Auch eine Art Abschlusstest sei vorgesehen.