WILTZ
PIERRE MATGEN

Erste Phase der Revalorisierung der Wiltzer Industriebrachen abgeschlossen

Eine neue Schule, 730 Wohneinheiten für rund 1.700 Leute, bis zu 150 Arbeitsplätze in mittelständigen Betrieben, eventuell ein Sportsmuseum, Renaturierung der Wiltz und Ausbau der Radpiste: Das sind die Eckdaten eines ehrgeizigen Bauprojektes, das unter der Leitung des „Fonds du Logement“ (FdL) auf den ehemaligen Industriebrachen der inzwischen ausgelagerten Betriebe „Euroflor“, „Baumaself“ und „Circuit Foil“ auf einem Areal von 26 Hektar entsteht. Bei der Projekt-Vorstellung im August 2013 wurde von einer ersten Phase gesprochen, die die Absicherung des Areals, den Abriss der Industriehallen und die Sanierung des stark verseuchten Bodens beinhaltete. Diese Phase ist jetzt abgeschlossen und kostete 2,3 Millionen Euro, die vom Staat finanziert wurden. Wie damals angekündigt, blieben der markante Schornstein und der geschichtsträchtige Eingangsbereich mit der Erinnerungstafel an den Streikbeginn 1942 erhalten.

Ein Gewinn für die Ardennenstadt

Gestern wurde im Beisein der Ministerin für Wohnungsbau, Maggy Nagel, eine erste Zwischenbilanz gezogen. Dabei kündigte FdL-Direktor Daniel Miltgen an, dass ein erstes PAP im Bereich der Fußballfelder kurzfristig erteilt werden kann. Weitere werden mittelfristig folgen. Ferner erklärte er, dass ein Drittel der Wohnungen für Vermietung und zwei Drittel für den Verkauf vorgesehen seien. Der Anteil an Einfamilienhäusern bewegt sich zwischen 20 und 30 Prozent. Es werden keine fossilen Brennstoffe eingesetzt und das ganze Wohnviertel wird verkehrsberuhigt ausgelegt. Nachdem Bürgermeister Frank Arndt einen Rückblick auf die Geschichte des Areals gemacht hatte, unterstrich er die Aufwertung der Ardennenstadt durch dieses Wohnprojekt. Ministerin Maggy Nagel zeigte sich erfreut über den Fortschritt der Arbeiten und begrüßte die Bemühungen, bezahlbaren und nachhaltigen Wohnraum zu schaffen.