CLAUDE KARGER

Grunz. Da muss der Käerjenger Bürgermeister eigens eine Pressekonferenz einberufen, um sich zunächst fuchsteufelswild über Kommunikationslücken beim Staat bezüglich des Anti-Afrikanische-Schweinepest-Zauns an der belgischen Grenze aufregen und dann geht es ihm nicht schnell genug. Weshalb nicht auch an Wochenenden gezäunt werde, fragte er. Das „Tageblatt“ war beeindruckt: „Michel Wolter fuhr zunächst schweres Geschütz auf - und gab sich dann versöhnlich“. „Ob die belgischen Wildschweine wissen, dass vor dem Draht Schluss ist?“, sorgt sich indes das „Wort“, dessen Wochenrückblickerin offenbar liebend gern Gewinnspiele im RTL hört. Dabei könne man „nicht nur Neues lernen, sondern auch erheiternde Momente erleben. Wer hat den Mount Everest bezwungen?... Jean-Claude Juncker?... Leider falsch...“ Die richtige Antwort lautet: Eugène Berger. Als der liberale Gipfelstürmer am 1. Oktober 1992 auf dem Dach der Welt stand, gipfelte JCJ bestimmt irgendwo anders als damaliger Finanzminister. Zuletzt stand er fünf Jahre an der Spitze der EU-Kommission. Und was kommt danach? Laut „Wort“ will er künftig „die Regierung beraten, die ihn 2013 als Premier abgesetzt hat“. Nun, böse Zungen behaupten ja, der Mann habe sich damals vielmehr selbst abgesetzt. Mit seiner Geheimdienstuerei.