LUXEMBURG
SIMONE MOLITOR

„Guide du Futur Étudiant“ vorgestellt - Studentenbörse bereitet ACEL weiterhin Sorgen

Seit 1987 arbeitet die Studentenvertretung ACEL alljährlich einen „Guide du Futur Étudiant“ aus: Über die Jahre hinweg wurde dieser Leitfaden mit immer mehr Inhalt gefüllt und um viele nützliche Informationen reicher. „Inzwischen ist er zur Bibel für alle künftigen Studenten geworden“, erklärte ACEL-Präsidentin Melanie Elsen gestern während der Vorstellung der Ausgabe 2013-2014. Auf 168 Seiten werden traditionsgemäß alle Universitäten vorgestellt, an denen luxemburgische Studentenkreise vertreten sind. Daneben können sich künftige Studenten durch verschiedene Erfahrungsberichte inspirieren lassen und so vielleicht leichter eine Wahl treffen. Auch die Modalitäten der Studentenbörse und des Darlehens werden noch einmal eingehend beschrieben. Daneben gibt es Tipps, wie man die passende Studentenbude findet. Neu ist bei der aktuellen Ausgabe ein Kapitel über das Höhere Fachdiplom (BTS) in Luxemburg.

10.000 Exemplare kostenlos erhältlich

Der „Guide du Futur Étudiant“ wurde in einer Auflage von 10.000 Exemplaren gedruckt und ist ab sofort gratis in den Filialen der „Banque et Caisse d’Epargne de l’Etat“, im
CEDIES, in der Uni Luxemburg, in der „Maison de l’Orientation“, im „Centre Informations Jeunes (CIJ), in der Nationalbibliothek, beim „Service National de la Jeunesse“ sowie im „Point Information Jeunes (PIJ) erhältlich. Daneben kann er auf der Internetseite www.acel.lu heruntergeladen werden.

Staffelung der Studentenbörse angeregt

Sorgen bereitet den Studentenvertretern nach wie vor die Studentenbeihilfe, wie sie derzeit besteht, beziehungsweise befürchtet man eine Rückkehr zum einstigen System. Laut ACEL muss der Student unbedingt weiterhin als eigenständige Person angesehen werden. Die Festlegung der Studentenbörse und des -darlehens dürfe nicht wieder an soziale Kriterien (Einkommen der Eltern) geknüpft werden. Vielmehr schlägt der Studentenvertreter eine Staffelung der Börse vor. Ein Basisbetrag solle festgelegt werden, zu dem dann noch eine Mobilitätsbörse hinzu gerechnet werde. Letztere werde hinsichtlich der Höhe der Miete oder der Entfernung der Uni berechnet. Fünf bis zehn Prozent der Beihilfe sollen von sozialen Kriterien abhängig sein.

Forderung nach gesetzlichem„Statut étudiant“

Auch in Sachen „Studentenstatut“ setzt sich die ACEL weiter ein. Dieses müsse unbedingt gesetzlich festgeschrieben werden, besonders um die soziale Sicherheit des Studenten zu stärken, so Jil Welter. Außerdem wünsche man sich einen gesetzlichen Studentenvertreter, der die Interessen der Studenten noch besser vertreten könne. Denkanstöße habe man bereits mit der aktuell zuständigen Ministerin Martine Hansen diskutiert.

Wettbewerb „Ech a mäi Studium“

Neben zahlreichen anderen, von der ACEL organisierten Veranstaltungen (u.a. einem Stand auf der Studentenmesse in den Hallen der Luxexpo) dürfte besonders der Wettbewerb „Ech a mäi Studium“ derzeit interessieren. „Presentéier däi Studium an Text, Bild, Film oder Toun a gewann eng GoPro Kamera“ heißt es kurz und knapp. Interessierte können ihrer Kreativität demnach freien Lauf lassen. Die Projekte müssen bis zum 6. Dezember 2013 eingesendet werden.

Alle weiteren Infos unter www.acel.lu