CLAUDE KARGER

„„Scheiße, sie haben uns entdeckt!“ – Massenevakuierung auf erdähnlichen Planeten eingeleitet“, frotzelte der „Postillon“ gestern ob der sensationellen Entdeckung von sieben erdähnlichen, möglicherweise feuchten Planeten, die um den roten Zwergstern TRAPPIST1 kreisen. Wer dabei an Trappistenbier denkt, liegt übrigens richtig, wurde die abkühlende Sonne mit ihrem Weltensystem doch durch das in Chile installierte belgische „TRAnsiting Planets and Planetesimals Small Telescope“ erblickt. Ob sich die zuständigen Astronomen nach dem „Jackpot“ eine Sause mit Orval, Chimay oder Rochefort gönnten, ist nicht überliefert. Auf jeden Fall: sollte da draußen Leben sein, und es sich über die Terraner informieren, müsste es sich tatsächlich Sorgen machen, dass diese streitsüchtigen Wesen, die ihren eigenen Planeten munter zugrunde richten und plärrende orange Männchen mit kleinen Händen als Anführer wählen, irgendwann mal als Besatzungsmacht auftauchen... Na zum Glück ist „Fuesent“ und „Homo Sapiens“ ist mit bierernsten Dingen beschäftigt. Etwa mit der brisanten Frage „Schwätzt d’LuxTram nëmme Franséisch?“, die adr-Frontmann Fern K. gestern in der Reihe „Déi neiste Sproochdiskriminéierung“-Agitation aufwarf. Die Exoplanetarier müssen sich wahrlich gruseln.