LUXEMBURG
MM/CC

Laut Bloomberg wollen die Kataris aussteigen - Bank dementiert

Der katarische Fonds Precision Capital, der zu 90 Prozent Anteile an der Banque Internationale à Luxembourg (BIL) hält, will aussteigen. Das berichtet jedenfalls die Finanznachrichten-Agentur „Bloomberg“.

Die katarische Königsfamilie, der Precision Capital gehört, hatte 2012 den Großteil des luxemburgischen Geldhauses für 730 Millionen Euro übernommen, die bis dahin zur belgischen Dexia-Gruppe gehörte. Dexia war in der Finanzkrise ins Straucheln geraten. Die restlichen zehn Prozent des Kapitals der BIL gehören dem Staat. Der Einstieg der Kataris war damals umstritten, der damalige Finanzminister Luc Frieden hatte zu dieser Zeit gegenüber dem „Journal“ erklärt, es hätten keine anderen seriösen Interessenten bei der BIL einsteigen wollen. Frieden ist heute Verwaltungsratspräsident der BIL. Precision Capital gehört auch die luxemburgischen Privatbank KBL. Auf Nachfrage bei der BIL heißt es, bei dem Bloomberg-Bericht handele es sich nur um „Gerüchte“. Die Bank hat im vergangenen Geschäftsjahr einen Nettogewinn von 110 Millionen Euro erzielt. 2015 waren es 134 Millionen Euro gewesen