LUXEMBURG
PATRICK VERSALL

Fotoband „Pays sage“ von Norbert Ketter

Ein Schriftsteller, der sich ein Pferdekostüm überstülpt, um in einer gottverlassenen Gegend darauf zu warten, dass ihn ein Fotograf endlich ablichtet. Eine Vorstellung, der man gewisse surreale Züge nicht absprechen kann und vom Schriftsteller Guy Rewenig für den Bildband „Pays sage“ zu Papier gebracht wurde. Rewenigs teils fiktiv, teils biografischer Beitrag ist einer von vier einleitenden Texten, die den Leser, beziehungsweise Betrachter auf die Reise zurück in die von Norbert Ketter festgehaltene schwarz-weiß Vergangenheit einstimmen sollen. Wobei Rewenigs, wie auch Nico Helmingers Schrift einen amüsanten, vielschichtigen Einstieg in das Werk des 1997 verstorbenen luxemburgischen Fotografen liefern.

Persönliches Vorwort

Jean Back, Autor und Leiter des Centre National de l’Audiovisuel (CNA), lässt in seinem sehr persönlichen Vorwort seine Begegnungen mit Ketter Revue passieren und erläutert die Entstehung des vorliegenden Fotobands.

Im Mittelpunkt dessen natürlich die Bilder des Luxemburgers stehen: Landschaftsfotos, die in Finnland und Luxemburg entstanden sind sowie eine Bilderreihe, die Luxemburgs Süden in der Hochzeit der Industrie-Ära dokumentiert.

Ketters Aufnahmen der menschenleeren Landschaften weisen Parallelen auf zu Endzeitszenarien, wo alles Lebende einer apokalyptischen Stille weichen muss. Im Gegensatz zu diesen Aufnahmen stehen Fotos mit sehr lebendigen Motiven und Szenarien, die der Luxemburger im Süden Luxemburgs gemacht hat.