LUXEMBURG
SVEN WOHL MIT UNI.LU

„Scienteens Lab - De Labo fir Jonker“ soll Interesse für Forschung bei Jugendlichen wecken

Hoher Besuch auf dem Campus Belval der Universität Luxemburg: Erbgroßherzog Guillaume und Erbgroßherzogin Stéphanie, Minister Claude Meisch, Universitätsrektor Prof. Rolf Tarrach, LCSB-Direktor Prof. Rudi Balling, Dan Codello, Schöffe der Stadt Esch/Alzette, sowie Dr. Jean Lamesch und Christian Zeyen von der „Fondation Veuve Emile Metz-Tesch“ besuchten das „Centre for System Biomedicine“. Doch es war nicht der einzige Grund zum Feiern, die Einrichtung erhielt gestern auch ihren offiziellen Namen: „Scienteens Lab - De Labo fir Jonker“. Dieser wurde im Rahmen eines Wettbewerbs gewählt.

Für junge Wissenschaftler

Von erfahrenen Biologen und Bio-Informatikern können Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren hier einen praxisnahen Eindruck der biomedizinischen Forschung erhalten.

„Wir wollen unser Wissen mit den Menschen in Luxemburg teilen“, sagt Prof. Rudi Balling, Direktor des LCSB. „Gerade Jugendliche müssen wir dafür ansprechen und ihre Begeisterung für die Forschung wecken.“ Dabei wird die Zielgruppe auch direkt angesprochen: „Wir laden Schulklassen ein, das Schülerlabor jeweils für einen Tag zu besuchen, um bei wissenschaftlichen Experimenten mitzumachen. Dabei wollen wir die Jugendlichen möglichst nah an die echte Forschung herankommen lassen“, so Dr. Elisabeth John und weiter: „Das ermöglicht ihnen einen realistischen Einblick in die tägliche Arbeit der Forscher.“

Möglich geworden ist das Scienteens-Lab durch die finanzielle Unterstützung der „Fondation Veuve Emile Metz-Tesch“ (FVEMT). FVEMT-Stiftungsvorsitzender Michel Wurth sieht im Engagement des FVEMT eine langfristige Investition in die Wissensgesellschaft Luxemburgs: „Luxemburg ist in den vergangenen Jahren zu einem leistungsstarken Forschungsstandort geworden. Diese Entwicklung lebt von den Köpfen. Damit sie nachhaltig ist, müssen wir Schülerinnen und Schüler für eine Laufbahn in der Wissenschaft gewinnen. Das Scienteens Lab ist ein wichtiges Instrument, um das zu erreichen.“

Das „Luxembourg Centre for Systems Biomedicine“ (LCSB) stellt eine interdisziplinare Forschungseinrichtung dar, in der biomedizinische Forschung betrieben wird. Hier soll eine Brücke zwischen der biomedizinischen Grundlagenforschung und der Klinik gebaut werden.