LUXEMBURG
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Camping-Branche im Großherzogtum rüstet sich für ein gutes Jahr

Die neue Urlaubssaison steht kurz vor der Tür, und nach einem regnerischen Frühling sehnen sich viele Camper so richtig nach Sommer und Sonne satt. Dafür ist Luxemburg als Ferienziel genau richtig, hier gibt es schließlich reichlich Natur zu genießen. Freiheit und Selbstbestimmung, hinfahren wo man möchte, Urlaub nach Maß und ohne strikte Vorschrift. All das bietet das Camping.

Auch nach Luxemburg zieht es Camper, die Zahlen steigen seit Jahren wieder an. Für den Camping-Dachverband „Camprilux“ ein gutes Zeichen. So zeigte man sich sehr zufrieden mit der Saison 2018. Wie Generalsekretärin und Campingebtreiberin Linda Gedink auf Nachfrage bestätigt, habe sich das schlechte Wetter zum Jahresbeginn nicht auf die Saisonergebnisse ausgewirkt. „Wir hatten da etwas Glück, dass die Unwetter ,nur‘ im Juni waren - die Hauptsaison beginnt ja etwas später“, meinte sie. Überhaupt habe die Hauptsaison unterschiedlich begonnen, durch die verschiedenen Ferienperioden der Herkunftsländer vieler Stammgäste. „In Belgien beginnt das ja ab Juli, während die Niederlande eher ab der Juli-Mitte und bis zum August warten“, erklärt sie. Insgesamt sei man aber mit dem Geschäft von 2018 zufrieden. „Wir hatten eine gute Auslastung, trotz einem schwachen Osterwochenende, auch dank reichlich Sonnenstunden“, sagt sie.

Von langen Wochenenden profitieren

2019 kündigt sich derweil als ähnlich positiv an. „Bislang lief es jedenfalls schon mal gut, wir haben natürlich durch die vielen Feiertage profitieren können“, meint Gedink. „Die vielen Brückentage bedeuteten, dass viele Menschen unterwegs waren - auch der kommende Nationalfeiertag und Fronleichnam fallen hier sehr günstig.“ Lange Wochenenden verleiten nämlich immer mehr Besucher dazu, einen Abstecher nach Luxemburg und seine Campingplätze zu machen. „Die Zahlen sind gut - aber ob es besser wird als 2018, lässt sich derzeit noch nicht abschätzen. Die Buchungen für den Sommer sind aber schon ermutigend“, betont sie.

Ärger mit der Bürokratie

Das heißt aber nicht, dass es nicht auch kleine Schattenseiten gibt; „wir haben immer noch ein Problem damit, dass wir Betriebe verlieren“, bedauert Gedink. Das liege an mehreren Faktoren. „Entweder gibt es keine Betriebserlaubnis, oder niemand tritt die Nachfolge im Betrieb an“, meint sie. „Manchmal scheitert es auch einfach an der Bürokratie - es gibt einfach zu viele Formulare, und die Suche nach möglichen Campingflächen ist auch nicht gerade einfach.“ So sorge etwa die Schwierigkeit, ein geeignetes Feld zu finden, das nicht in einer Natur-, Vogel- oder Wasserschutzzone liegt, für reichlich Kopfzerbrechen. „Das Problem ist aber nicht wirklich neu, die Sorgen sind allseits bekannt. Die Dinge müssen einfach einfacher werden“, betont sie. Schließlich hänge der Sektor davon ab. „Uns ist die Natur natürlich wichtig, schließlich ist sie unser Kapital - ohne eine schöne Natur haben wir weniger Kunden in Luxemburg“, weiß sie. „Aber wir müssen trotzdem arbeiten können.“ Dennoch wird die Camprilux auch weiter ihrer Arbeit nachgehen, über die besten Stellplätze berichten, den Spritpreis im Auge behalten oder Tipps geben, welche Veranstaltungen derzeit besucht werden können.