PASCAL STEINWACHS

Wer sich vor Jahresfrist schon von den potthässlichen Kitschelefanten belästigt gefühlt hat, der muss in den nächsten drei Wochen ganz tapfer sein, darf seit gestern doch endlich wieder offiziell gewahlkämpft werden - mit allem, was visuell (große und kleine Plakate, dicke und dünne Wahlbroschüren, kurze und kürzeste Wahlspots), akustisch (live und auf Konserve), hygienisch (auch Wahlbroschüren machen schmutzige Finger) und olfaktorisch (Grillinger bratende Kandidaten und -innen) so dazu gehört. So stellte die CSV, die ihre Wahlkampagne wie auch ihre Kandidaten und -innen bereits am Dienstag letzter Woche vorgestellt hatte, selbige und selbige gestern vorsichtshalber noch einmal vor, immerhin ist der Wahlkampf ja jetzt offiziell. Derweil besagte CSV mit Juncker einen Spitzenkandidaten hat, der gar nicht Spitzenkandidat und somit auch nicht wählbar ist, gehen die Sozialisten mit einer Spitzenkandidatin ins Rennen, die sich eigentlich schon aus der aktiven Politik zurückgezogen hat - verstehe da einer die Welt. Gut, dass wenigstens „déi gréng“ ihren Superturmes haben und die DP ihren „Charel“, auch wenn die ganz in Schwarz-Weiß gehaltene „Charel“-Kampagne irgendwie an eine Todesanzeige erinnert...