Vizepremierchef und Nichtspitzenkandidat Jean Asselborn ist schon ein ungeheuer toller Hecht. Nicht nur, dass er „zwischen Gesprächen in Brüssel über Nahost und einem Termin bei der UNO in New York“ auch noch Zeit zu einem Kurzbesuch in Bad Hersfeld (!) fand, wie „osthessen-news.de“ gestern mit kaum verhüllter Begeisterung schrob. Nein, besonders sensationell ist natürlich die Tatsache, dass Asselborn hier nicht nur die SPD besuchte, sondern auch die SMOG e.V. , was eine Abkürzung für „Schule machen ohne Gewalt“ ist.
Der Außenminister zeigte sich begeistert („ich bin von dem Projekt überzeugt“), die SMOG-Leute indes nicht weniger: „Herr Asselborn hat uns mit seiner Ausstrahlung und seinem Interesse sehr beeindruckt“.
Um derart verdammt beliebt zu werden, muss Premierchefanwärter Etienne Schneider wohl noch viele potenzielle Wähler in seinem Rolls-Royce mitnehmen. Urlauben tut der emsige Etienne übrigens allerhöchstens an der belgischen Küste, wie er gestern dem „Le Quotidien“ verriet: „Je ne vais pas plus loin que la côte belge, au cas où il faudrait revenir au pays rapidement.“. Und vergesslich ist Schneider auch: „Parfois j’oublie même mon portefeuille“. Und so was will Chef werden...


