PASCAL STEINWACHS

Der Premierchef, der Tony Blair seit der letzten großherzoglichen Ratspräsidentschaft zu seinen liebsten Todfeinden zählt, hat es schon immer gewusst: Mit den Inselmenschen von jenseits von Blankenberge kann man einfach nicht richtig warm werden. Nicht nur, dass sie keine Sonne vertragen, pausenlos auf der falschen Straßenseite fahren und ihr Bier ohne Schaum trinken, nein, nun wollen sie auch noch aus der EU austreten.

Die Welt ist entsetzt: „Großbritannien muss gut aufpassen, den anderen Ländern nicht den Revolver an die Schläfe zu drücken. Eine Verhandlung kann nie auf einer Erpressung basieren“, wurde Juncker (für unsere jüngeren Leser: Der Mann war früher viel diplomatischer, aber da war er auch noch Eurogruppenchef) am Mittwoch im www-„Wort“ zitiert, derweil sein Vizepremier in selbigem Zeitungsdings den Chefdiplomaten gab und einräumte, dass Europa nicht mehr in der „Champions League“ spielen werde, „falls Großbritannien tatsächlich nach einem Referendum aus der EU austreten sollte“.

Erfrischende anders hingegen die „Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek“, die gestern mit dem Titel „Geheime Immobilienkäufe des Vatikan mit Mussolini-Geldern?“ aufmachte. Wen interessiert da Cameron...