CLAUDE KARGER

Gibt es so etwas wie eine „Krautmarkt-Blase“, über die die forsche neue CSV-Fraktionsfrontfrau Frau Hansen beim Neujahrglückwunschküsschenumtrunk ihrer Partei am Donnerstagabend sprach? Eine Art schall- und rauchdichter parlamentarischer Elfenbeinturm, in der Deputierte eingeschlossen seien? Sanitäter! Wie dem auch sei: Die christlich-sozialen Volksvertreter sollen nach dem Willen der Bossin künftig auf Wählerkontakt marschieren, bis sie Blasen an den Füßen haben. Wie die CSV-Offensive allerdings aussehen wird, darüber wird maßgeblich der neue Parteichef entscheiden. „Unter dem Strich könnte die Kandidatur des in der Partei als überheblich geltenden Frank Engel die Akzeptanz des zuvorkommenden Serge Wilmes fördern“, mutmaßt das „Lëtzebuerger Land“ über das am 26. Januar bevorstehende Duell zwischen einem Weitgereisten aus der Brüsseler Blase und einem bislang gescheiterten Partei-Reformer aus der „Dräikinneksgrupp“. Das „T“ rückt indes der Monarchie auf die Blase und fragt sich, weshalb bei der Verfassungsreform heute nicht wie vor 100 Jahren die Frage nach der Staatsform gestellt wird. Na: „Der Großherzog ist ein Kristallisationspunkt des nationalen Lebens“, heißt es „wer etwa in eine Dönerbude geht wird etwa kein Bild vom Premierminister oder vom Parlamentspräsidenten sehen, sondern vom Großherzog“. Uff.