LUXEMBURG
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„Casier Judiciaire“ kann die Ehrlichkeit einer Person bezeugen

Eine der zahlreichen Aufgaben, die seitens des Justizapparates in Luxemburg erfüllt werden, ist das Verschicken des sogenannten „Casier Judiciaire“. Er soll einen Überblick über die gerichtliche Vergangenheit einer Person liefern. Eventuelle Verurteilungen sind auf ihm vermerkt. Mit einem gegebenenfalls leeren „Casier“ kann eine Person also die eigene Ehrlichkeit bezeugen. Deshalb sind diese Dokumente bei Arbeitssuchenden so beliebt: Bei zahlreichen Ausschreibungen von freien Stellen wird ein solcher „Casier“ benötigt.

Für die Jobsuche relevant

Es kann also nicht verwundern, dass gewisse Arten des „Casier“ beliebter sind, als andere: Vor allem die Variante mit der Nummer 3 wird mit 150.547 Bestellungen am häufigsten angefordert. Dies gibt der Jahresbericht der Justiz an und verzeichnet hier einen leichten Rückgang gegenüber zum Vorjahr 2018 an. Bei 147.053 Dossiers wurde „néant“ angegeben, was bedeutet, dass diese Personen keinerlei Verurteilungen aufzuweisen hatten. Das Bulletin Nummer 5 ausgenommen wurden 2019 247.662 Dossiers ausgestellt. Verglichen zum Vorjahr mit seinen 249.426 Dossiers stellt dies einen leichten Rückgang von -0,71 Prozent dar.

Das Führungszeugnis Nr. 5 enthält die Aufstellung sämtlicher Verurteilungen wegen Straftaten gegen Minderjährige, sofern dies ein Tatbestandsmerkmal der Straftat ist oder als straferschwerender Umstand gilt, sowie sämtliche Beschlüsse zur Verhängung eines Verbots zur Ausübung von Tätigkeiten, bei denen es zu regelmäßigen Kontakten mit Minderjährigen kommt. Von den ausgestellten 48.982 Dossiers aus dem Jahr 2019 waren hier lediglich 97 „positiv“.

Der „Casier Judiciaire“ kann online über guichet.lu angefordert werden.

Link: tinyurl.com/casierlux