CLAUDE KARGER

Großer Moment heute im Parlament: Die neue „Chamber“ wird vereidigt. Allerdings nicht komplett, denn die schwarzen und roten Minister der verflossenen Koalition regieren ja noch etwas weiter. Das „Wort“ beschäftigte sich gestern bereits mit der Sitzordnung: „Noch ist die Frage der Sitzordnung nicht definitiv geklärt, doch aller Voraussicht nach wird es einen Block DP-LSAP-Déi Gréng und einen Block CSV-ADR-Déi Lénk geben“. Mit Blockdenken ist allerdings Essig. Allein weil „Déi Lénk“ nichts mit den Ultras von der ADR zu tun haben wollen. Außerdem sind Risse im oppositions-unerfahrenen CSV-Block vorprogrammiert. Dessen Premier - auf Zeit - wird auf jeden Fall mal sehr mit den eigenen Truppen beschäftigt sein. Denn wie meinte vorgestern bei einem „Talk“ über die Zukunft der CSV kein geringerer als der beigeordnete Generalsekretär laut „wort.lu:“ „Politiker wie Juncker, Wolter und Spautz könnten durchaus von einem Tag auf den anderen auf Opposition umschalten. In der zweiten Reihe sei das aber ganz anders: Verantwortung übernehmen, Initiativen ergreifen, mitdenken, mehr machen als nur den Bericht zu einem Gesetz vorlesen, den ein Fraktionsmitarbeiter geschrieben habe... Einige müssten erst lernen, selbständig zu denken.“ Na denn.