MERSCH
SIMONE MOLITOR

„Thiellen Fleurs et Déco“ - seit mehr als 100 Jahren an der gleichen Adresse in Mersch

Der Tag beginnt früh bei „Thiellen Fleurs et Déco“ in Mersch. Alles muss bereit sein, wenn sich die Türen um 8.30 für die Kunden öffnen. Drei- bis viermal pro Woche wird neue Blumenware geliefert. Sofort muss alles fachgerecht ausgepackt werden und an seinen richtigen Platz. „Frisches Wasser für Blumen und Pflanzen“ ist daneben in der Regel eine der ersten Etappen im Tagesablauf. Dann wird gegebenenfalls umdekoriert, mit viel Liebe zum Detail werden Blumengestecke kreiert und mit dem richtigen Werkzeug Schnittblumen zurecht geschnitten. Ein mittlerweile siebenköpfiges kreatives Team werkelt in den verschiedensten Ecken des Ladens.

Erfolgreiche Familien-Saga

Gegründet wurde das Unternehmen bereits vor über einem Jahrhundert, und zwar von den Großeltern des jetzigen Geschäftsführers Henri Thiellen. Dessen Eltern - Hélène und Jemmy - wiederum haben die Erfolgsgeschichte in der zweiten Generation maßgeblich vorangetrieben. Henri Thiellen und seine Gattin Laurence ihrerseits haben das Geschäft in den 1980er Jahren übernommen. Seither wurde der Laden mehrfach umgestaltet, bis er schließlich seine heutige „Gestalt“ angenommen hat. „Ursprünglich handelte es sich um eine Gärtnerei. Die Pflanzen wurden demnach hier gezüchtet und verkauft. Mit der Zeit sind wir dann immer mehr auf Schnittblumen und deren Verkauf umgestiegen“, erklärt die „vierte Generation“: Tochter Catherine Thiellen befindet sich momentan in der Ausbildung, arbeitet aber bereits seit Juni vergangenen Jahres im Familienbetrieb.

Ausbau der Deko-Abteilung

Im Jahr 2010 wurde aus „Fleurs Thiellen“ übrigens „Thiellen Fleurs et Déco“. „Über die Jahre haben wir unsere Abteilung mit Dekorationsartikeln immer weiter ausgebaut. Die Nachfrage in diesem Bereich ist deutlich gestiegen. Mittlerweile bieten wir eine große Auswahl an. Natürlich bilden Blumen aber immer noch den Kern unseres Angebots, die Deko-Abteilung hat sich parallel dazu entwickelt“, erklärt die angehende Floristin.

Exotische Blumen im Trend

Was in Sachen Blumen am meisten gefragt ist, sei indes saisonabhängig. „Die Trends wechseln ständig. Vor Jahren war so etwa das Alpenveilchen fast gar nicht mehr gefragt, ist nun aber wieder etwas mehr im Kommen. Das variiert. Es ist wie mit der Mode“, lacht die junge Frau. Ein Trend wurde aber in den vergangenen Jahre besonders deutlich: „Exotische Blumen erfreuen sich großer Beliebtheit. Sehr gefragt sind beispielsweise Anthurien oder Amaryllis“, so Catherine Thiellen. Die Blumen, die im Merscher Familienunternehmen zu finden sind, stammen übrigens von niederländischen Händlern.

Viel Betrieb an Valentinstag

Das Interesse an Blumen scheint jedenfalls ungebrochen zu sein. „Blumen verschenken, ist immer noch in“, lautet das Fazit, übrigens auch bei jungen Leuten. „Die Anlässe, zu denen Blumensträuße oder -gestecke verschenkt werden, sind sehr unterschiedlich. Das geht ,von bis‘ und hat sich über die Jahre auch kaum geändert“, so die Tochter des Geschäftsführers. Eine wichtige Rolle spielt da natürlich immer noch der Valentinstag. „Am 14. Februar herrscht viel Betrieb. An Valentinstag werden traditionell immer noch viele rote Rosen - das Symbol für die Liebe schlechthin - verkauft“, berichtet Catherine Thiellen und plaudert damit natürlich kein Geheimnis aus.


Weitere Informationen zu „Thiellen Fleurs et Déco“ unter www.fleurs-thiellen.lu