CLAUDE KARGER

Wir wissen nicht, welche Haferflocken der neue „T“-Politredakteur so knuspert, aber das „Antlitz eines Müslis“, haben wir anders in Erinnerung als das Konterfei des neuen Staatssekretärs. Knubbelig, mit getrockneten Irgendwassen, als hätte man alle Zutaten mal schnell in einen Teilchenbeschleuniger gekippt. Wie in einem solchen fühlt sich dieser Tage laut eigenen Aussagen der grüne „Eurofighter“, der gestern zunächst bei Hofe und dann im „Héichhaus“ gelandet ist, nach einer langen Reise, vom Protest gegen eine Hochspannungsleitung in Diekirch, wo damals laut „T“ „eine Schleuse durch den Wald geschlagen werden sollte“ - wahrscheinlich für den Sauer-Nordseekanal? - und dann durch den fiesen Europadschungel. Ob der „Libero der Grünen“ allerdings noch in der nächsten Regierungsmannschaft mitkickt? Aber wie schrieb gestern ein Soccer-Kenner im „Wort“ vor dem Hintergrund von Polit-Umfragen: „eigentlich ist es in der Politik nicht anders als im Sport, wenn ein übermächtiges Team in der Gewissheit des sicheren Sieges die Zügel etwas schleifen lässt und beim Gegner ungeahnte Kräfte freisetzt“. Tja, das Wahlmatch ist längst nicht gelaufen, auch wenn Orange die „Sondagen“ dominiert. Übrigens: „Orange ist eine kapriziöse Couleur, ein zynischer Garfield, ein Clownfisch, die aufgehende Sonne“, belehrt uns das „Wort“. Gruß an alle Blumenkinder!