Den „Wort“-Chefschreiber hat das ganze Referendums-Match offensichtlich derart arg mitgenommen, dass er sich fühlt wie nach einem elend langen Fußballspiel. Jedenfalls bemüht er ordentlich Bilder aus dem harten Kampf ums runde Leder, um die Lage nach dem historischen Dreifach-Njet zu beschreiben: „Sauberes Trennen vom Ball war am Sonntagabend zwar nicht mehr angesagt. Es war eher Blutgrätsche“. Den Kapitänen der Majoritätsmannschaften sei kein strukturierter Spielaufbau mehr gelungen, „es sah eher nach zweiter Hälfte der Verlängerung aus, wenn die Sehnsucht nach der Wasserflasche groß ist und die Krämpfe in den Beinen nicht nachlassen wollen“. Die „Wort“-Wochenrückblickerin beobachtete indes „Augenringe, Zähneknirschen und bleierne Füße bei Blau-Rot-Grün“. Derweil die Orange-Schwarzen leichtfüßig umhertänzelnd den Regierenden in der „Chamber“ mal so ordentlich zeigten „wie der Kuckuck in die Uhr kommt“. Das Ätsch tut Autsch, fürwahr. Doch das Spiel geht weiter, die nächsten sechs Monate jetzt mal in der Europaliga. „Doch wenn danach erneut in Luxemburg angepfiffen werden wird, steht jetzt schon fest, dass die Koalition auf einem Abstiegsplatz wieder in die Meisterschaft einsteigen wird“, meint der „Wort“-Experte. Fest steht: Der FC Dreierkoalition muss alles geben - bis Flasche leer.