LUXEMBURG
PW

Offenbar sind Sexpuppen in Kindergröße auf dem Markt

Der Fortschritt ist erstaunlich, auch im Rahmen dessen, was man „zwischenmenschliche“ Aktivitäten nennt. Dabei kann man das mit dem Menschlichen auch anders angehen: Lebensgroße und vor allem lebensechte Sexpuppen, die einige tausend Euro kosten, werden immer perfekter. Es gibt schon Bordelle, die mit diesen nahezu real wirkenden Sex-Puppen betrieben werden. Jeder wie er’s – im legalen Rahmen – mag. Damit kommen aber wir zur dunklen Seite des Puppen-Sex: Sexpuppen in Kindergröße. Auf dieses bedenkliche Phänomen macht die CSV-Abgeordnete Nancy Arendt auf dem Weg einer parlamentarischen Anfrage aufmerksam. Auf Drängen eines Kinderschutzbundes sei in Dänemark der Kauf von kinderähnlichen Sexpuppen unter Strafe gestellt worden, da die Intension dieser Puppen eindeutig sei.

Arendts Detailfragen wurden von Bildungs- und Jugendminister Claude Meisch beantwortet. Zunächst erläutert er, dass der Verkauf und der Gebrauch von Puppen, die einem simulierten Sexualverkehr unter Erwachsenen dienen, legal sind. Er bestätigt auch, dass Puppen in Kindergröße auf dem Markt sind, allerdings habe das Bildungs- und Jugendministerium keine Kenntnisse über Verkaufszahlen. Diese Puppen seien auf jeden Fall ein falsches Signal an die Gesellschaft. Er verweist aber darauf, dass der Artikel 384 des luxemburgischen Strafgesetzbuches zur Kinderpornografie weit genug gefasst ist, dass es auch den Gebrauch von „autres objets à caractère pornographique“ im Zusammenhang mit Minderjährigen unter Strafe stellt. Was einem Verbot gleichkommt. Die Frage, ob sie diese Puppen oder deren Import explizit verbieten will, könne die Regierung nicht beantworten, sie stehe aber auf dem Boden der UN-Kinderrechtskonvention.