PASCAL STEINWACHS

Auf dass EU-Kommissionschef Juncker nach seiner politischen Pensionierung Ende des Jahres nicht in ein tiefes Loch fällt, hat die luxemburgische Staatsanwaltschaft jetzt freundlicherweise dafür gesorgt, den sogenannten SREL-Prozess, bei dem es auch um eine verschlüsselte CD geht, im November endlich anlaufen zu lassen, soll Juncker, der bislang keine Zeit hatte, doch hier höchstselbst aussagen. So kann er wenigstens am Tage einer sinnvollen Beschäftigung nachgehen; am Abend kann er sich ja dann immer noch am Flipper austoben, um in der Nacht - zusammen mit seiner Ghostwriterin Astrid Lulling - an seinen Memoiren zu arbeiten. Das Juncker’sche EU-Erbe antreten will ja unter anderem der deutsche EVP-Spitzenkandidat Manfred Weber, der am Wochenende in Luxemburg weilte, um sich hier - zusammen mit dem ebenfalls deutschen Gesundheitsminister Jens Spahn - mit Staatspremier Bettel zu treffen. Weber zeigt sich auf Twitter total begeistert: „Danke für die Einladung nach Luxembourg, lieber @Xavier_Bettel. Es war eine spannende Diskussion und ein sehr angenehmer Abend“. Spahn parliert auf Twitter sogar Französisch: „Passez une bonne soirée avec des amis au Luxembourg“. Bettel sagt gar nichts...