LUXEMBURG
CHARLES LUDIG

Die Regierung will auch in Zukunft die Energiegewinnung aus erneuerbaren Quellen ausbauen. Laut Entwurf des integrierten nationalen Energie- und Klimaplans soll der Anteil von erneuerbaren Energiequellen im nationalen Stromverbrauch bis 2030 auf zwischen 23 und 25 Prozent wachsen, wo es heute in etwa acht Prozent sind. Die Regierung geht davon aus, dass aus nationaler Eigenanstrengung maximal bis zu 18 Prozent möglich sind. Eine Idee, wie man die Erneuerbaren und insbesondere die Photovoltaik voranbringen kann, hat Charles Ludig, der auf den Dächern von Industriehallen großes Potenzial sieht – und deshalb eine Petition gestartet hat.

„Ziel dieser Petition ist es, die Dächer von bestehenden und geplanten großen Hallen in den Industriezonen des Landes mit Solaranlagen zu versehen. Als ich mit meinem Vater einmal in das Industriegebiet in Contern musste, um dort etwas abzuholen, sind uns die dortigen riesigen Industriehallen aufgefallen, deren Dachfläche nicht genutzt wird. Die Hallen liegen frei, was bedeutet, dass sie den ganzen Tag über der Sonne ausgesetzt sind. Das sind im Grunde ,brachliegende‘ Flächen, auf denen viel Energiepotenzial verloren geht. Als Mitglied einer Energiegemeinschaft in einem Wohnhaus und weil die Regierung unter grüner Mitbeteiligung auf den Ausbau erneuerbaren Energien pocht, habe ich diese Petition ins Leben gerufen. Es ist klar, dass die fossilen Ressourcen des Planeten irgendwann aufgebraucht sind. Die Energie der Sonne kann man hingegen immer nutzen.

Wenn neue Hallen gebaut werden, ob für Lager oder Büros, dann wäre es sinnvoll, Betriebe mit einer Subvention oder anderen finanziellen Anreizen dazu zu bewegen, Photovoltaikanlagen mit einzuplanen. Die Unternehmen würden durch garantierte Einspeisetarife das Geld für die Investition vom Netzbetreiber beziehungsweise Staat zurückerhalten. Wenn, wie zu erwarten ist, in Zukunft mit mehr oder längeren Hitzeperioden zu rechnen ist, könnten solche Installationen helfen, Klimaanlagen zu betreiben. Auch Warmwasserkollektoren, um im Winter Heizkosten zu sparen und so den Energieverbrauch der Heizanlage zu reduzieren, könnten auf diese Weise bezuschusst werden. Die Investitionskosten sollten sich nach fünf bis zehn Jahren, je nach Größe der Anlage, amortisieren. Unternehmen könnten auf diese Weise ihre Energiekosten decken.

Auch bestehende Hallen könnten auf diese Weise nachgerüstet werden. Die Kosten für gegebenenfalls anfallende Verstärkungen der Dachkonstruktion sollten sich dabei in Grenzen halten und sich ebenfalls durch den Einspeisetarif über einen Zeitraum von mehreren Jahren amortisieren.“

Die Petition kann unter folgenden Link unterstützt werden: tinyurl.com/Petition1323