MAINZ/SAARBRÜCKEN
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Rheinland-Pfalz und Saarland: Corona-Bestimmungen werden eingehalten

Das Treffen in größeren Gruppen in der Öffentlichkeit ist wegen der Coronakrise tabu. In den rheinland-pfälzischen Städten hat sich offenbar die große Mehrzahl der Menschen an die neuen Regeln gehalten, wie eine Nachfrage in verschiedenen Kommunen ergab.

Ein Sprecher der Stadt Koblenz berichtete am Montag: „Es gab einige wenige Meldungen hinsichtlich größerer Ansammlungen, die bei Eintreffen des Ordnungsamtes nicht mehr dort gewesen sind.“ In einem Fall hätten sieben Menschen einen Platzverweis erhalten. Diesen habe die Gruppe akzeptiert und den Ort verlassen.

Auch die Stadt Trier zog eine positive Wochenendbilanz. Dort kontrollierte das Ordnungsamt unter anderem, dass sich nicht mehr als fünf Menschen versammelten. Das sei am Wochenende in den meisten Fällen auch berücksichtigt worden, teilte die Stadt mit. Auch die Spielplätze seien menschenleer gewesen.

Ob die Kontaktregeln eingehalten werden und keine größeren Gruppen unterwegs sind, überprüfen in erster Linie die Mitarbeiter der Ordnungsämter. Sie können Hilfe von der Polizei bekommen. Deren Fazit mit Blick auf das Wochenende fiel im Bereich des Polizeipräsidiums Westpfalz ebenfalls positiv aus. „Bis auf wenige Ausnahmen haben wir festgestellt, dass die Leute sich tatsächlich an die Regeln halten“, sagte ein Polizeisprecher in Kaiserslautern. Es sei beispielsweise eine Familie auf einem Spielplatz angetroffen worden. Diese sei aber nach einem Gespräch einsichtig gewesen.

Wenig Uneinsichtige

Die wegen der Corona-Pandemie im Saarland verfügte Ausgangsbeschränkung hat gegriffen: „Sie wird im Großen und Ganzen eingehalten“, sagte der Sprecher des Landespolizeipräsidiums am Montag in Saarbrücken. Am Wochenende habe es „noch ein paar Auffälligkeiten“ gegeben, bei denen die Polizei eingeschritten sei und bei „Uneinsichtigkeit“ auch Anzeigen erstattet habe. Aber: „Der Großteil der Bevölkerung hat verstanden, was gemeint ist und hält sich auch daran.“ Seit Samstag gilt im Saarland eine Ausgangsbeschränkung, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hatte am Samstag scharfe Polizeikontrollen zur Einhaltung der verfügten Ausgangsbeschränkung angekündigt. Laut Polizei sei damit gemeint gewesen, dass man nun nicht mehr nur den Zeigefinger erhebe, sondern eben auch im Fall der Fälle rechtliche Schritte einleite. Auch der Präsident des saarländischen Städte- und Gemeindetages, Hermann Josef Schmidt (CDU), berichtete am Montag, die Verfügung werde seiner Kenntnis nach weitgehend eingehalten. Es seien nur noch wenige Leute unterwegs, der Abstand untereinander werde eingehalten. Es gebe Kontrollfahrten und Kontrollgänge von Mitarbeitern der Ordnungsbehörden - auch mit Blick auf die verfügten Schließungen von Restaurants, Kneipen und anderen Einrichtungen. „Es wird sich über die Woche einspielen. Ich rechne nicht mit großen Problemen. Der Ernst der Lage ist zwischenzeitlich wirklich jedem bekannt“, sagte er in Tholey.