CLAUDE KARGER

„Koks im Kanal“ meldete die Kardinalszeitung nach der Vorstellung einer hochinteressanten Studie über die Rauschmittelbelastung der Kloake am Einlauf der Kläranlage in Petingen. Sogar Crystal Meth konnte nachgewiesen werden. „Beweise, dass die Droge – die in privaten Haushalten gekocht werden kann und durch die Fernsehserie ,Breaking Bad‘ eine gewisse Bekanntheit erlangte – auch in Luxemburg konsumiert wird, gab es bislang keine“, kommentiert das „T“ mit der Feststellung „Luxemburg ist keine Insel“ und „auch die letzte Droge“ finde irgendwann ihren Weg ins Ländchen. Klaro. Wir sollten uns jedenfalls mehr für Abwässer interessieren, sind die doch „ehrlich und verstecken nichts“, wie das „Wort“ den Drogenbeauftragten zitiert. Was sich die Luxemburger wohl noch so alles reinwerfen? Jedenfalls nehmen die Sorgen nicht ab. Siehe etwa die Wohnraumteuerung, über die sich der derzeit durch einen heftigen Veruntreuungsskandal in seiner Gemeinde sorgenbeladenen Hesper „député-maire“ im „Wort“ aufregte. Luxemburg ersticke im „Hyperwachstum“ und dann gebe es auch noch „ideologische Irrfahrten“, die es natürlich nie gab, als die CSV noch an den Machthebeln saß und den Bürgern von Wohnungsbauoffensiven schwärmte. Eine neue solche wird allerdings ohne Zweifel gebraucht. Und dabei erst recht die Bürgermeister.