LONDON
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Die diesjährigen Brit Awards standen ganz im Zeichen der Pop-Legenden David Bowie und George Michael. Für Bowie gab es am Mittwochabend in London gleich zwei Auszeichnungen: Posthum wurde er als bester Künstler und für das Album des Jahres für „Blackstar“ geehrt, das wenige Tage vor seinem Tod im Januar 2016 herauskam. Vor dem Vermächtnis von George Michael verneigte sich dessen ehemaliger „Wham!“-Mitstreiter Andrew Ridgeley in einer bewegenden Rede - und Coldplay-Frontmann Chris Martin zollte dem an Weihnachten verstorbenen Star mit der großen Stimme auf besondere Weise seinen Respekt.

Im Rennen um die internationalen Preise reüssierten die altbekannten Stars Drake und Beyoncé, die jedoch nicht persönlich bei der Gala in der O2-Arena vorbeischauten. Der kanadische Rapper und R&B-Sänger wurde bester internationaler Künstler, Beyoncé bekam denselben Preis in der Kategorie der Künstlerinnen. Die US-Hip-Hop-Gruppe A Tribe Called Quest erhielt den Brit Award als beste internationale Band.

Drake setzte sich unter anderem gegen Bruno Mars und Bon Iver durch, Beyoncé schlug neben anderen Künstlerinnen auch ihre Schwester Solange sowie Rihanna aus dem Feld. Soulsängerin Emeli Sandé gewann den Preis als beste britische Künstlerin, die aus Manchester stammende Indie-Gruppe The 1975 holte die Trophäe für die beste britische Band.

Der Abend gehörte aber Bowie, dessen Sohn Duncan Jones den Preis für das beste Album stellvertretend entgegennahm. Sein Vater habe schon immer Menschen unterstützt, „die sich für ein bisschen schräg oder komisch, ein bisschen anders halten“, sagte der Filmemacher. „Der Preis ist für all die Kooks, und all die Leute, die Kooks schaffen“, fügte er in Anlehnung an Bowies Song „Kooks“ (Verrückte) hinzu. Das Lied hatte er anlässlich der Geburt seines Sohnes geschrieben.

Auch in Gedenken an Michael gab es rührende Wortbeiträge. Dessen einstiger Bandkollege Ridgeley sagte, mit Michaels Tod sei eine „Supernova am Firmament der leuchtenden Sterne erloschen“.

Chris Martin trug eine bewegende Interpretation von Michaels Song „A Different Corner“ vor - im Duett mit einer Aufnahme von Michael und mit Geigenbegleitung.

Die Brit Awards werden überwiegend von der britischen Musikbranche verliehen, einige per Publikumsvotum bestimmt. Zur letzteren Form gehört die Videokategorie, in der sich zum vierten Mal in Folge One Direction durchsetzte.