Im „t“ schaut einer auf 2014 zurück. Ein Superjahr, „hervorragend in der Tat, für Obskurantisten und Xenophobe“. In der Tat hatten Hassprediger, Halsabschneider und populistische Rattenfänger Hochkonjunktur. „Wobei es nun nicht unbedingt so ist, dass die Zahl der Brunzköpfe stetig anwüchse“, meint der Autor ferner, „es ist aber durchaus so, dass sie mit den Foren ein ausgesprochen wirksames Mittel zur Hand haben, um ihre geistige Jauche flächendeckend zu versprühen“. Na, Internet-Foren per se sind ja nicht das Problem. Gut, dass es diese Meinungsplattformen gibt! Auch für die, die den Ewig-Meckerern Paroli bieten. Aber Foren wurden noch immer missbraucht. Und Höhlenmenschen sterben ja nie aus. Na, wenigstens sind sie nicht Schuld an der Eisschmelze: „Die These, dass das Eis von den Urmenschen zum Kühlen von Lebensmitteln und Getränken verwendet wurde, und dadurch fast völlig aufgebraucht wurde, stimmt also nicht“, stellt der „t“-Kulturspiegel-Mann in einer lustigen Meditation über die eigene Erkältung fest. Allerdings sollen sie die Wälder abgeholzt haben, um Schiffe zu bauen, heizten damit allerdings mangels Schiffbaukenntnissen am Ende nur ihre klammen Höhlen. Was für Brunzköpfe, echt! „Keine Frage, Schuld an allem ist der Mensch“, schlussfolgert der Autor. Da ist was dran.
Brunzköpfe on ice
journal.lu - 04.01.2015

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