CLAUDE KARGER

Dass Yoga jung hält zeigte gestern das „Wort“: Wie man an den Fotos sieht, hat sich bei Claude Turmes außer wechselnden Spaßbrillen und ein paar grauen Haaren mehr, in 19 Jahren Europazirkus nicht sonderlich viel geändert. Fit wie ein Turnschuh also rein ins Vorwahl-Politgetümmel im Ländchen. Und von Regierungswarte aus, bitteschön, denn der Sparlampen-Spezialist wird schließlich bald Staatssekretär. Wobei er sich explizit das Ziel gesetzt hat, sich die Steuerpolitik zur Brust zu nehmen. Denn die sei die „Leiche im Keller“ Luxemburgs, weil nämlich zu günstig für Konzerne. Na, wenn er da mal nicht gleich unter die „Level playing field“-Walze gerät. Fast unter den Trump-Bulldozer geriet unlängst der EU-Kommissionsboss, der am Donnerstag im bayrischen Landtag darüber plauderte, wie der US-Machthaber ihn sich beim letzten G7-Gipfel zur Brust nahm. „Trump told me last week: ‘Jean-Claude - you are a brutal killer’“, erzählte Juncker laut der Nachrichtenagentur Reuters, und: „It is the first time Luxembourg has become such a danger to the United States“. Huch! JCJ wird Donald doch nicht mit „Hello Dictator!“ begrüßt haben, wie weiland den Ungarn-Chef? Müssen wir uns jetzt Sorgen machen, dass die Amis zurück schlagen? Wir werden den POTUS-Zwitscherkasten jedenfalls ab sofort besonders gut im Auge behalten.