LUXEMBURG
INGO ZWANK

Ein Blick in den Luxemburger Wald: Seit 1984 wird der Gesundheitszustand überwacht

Über ein Drittel der Landesfläche Luxemburgs ist mit Wald bedeckt, dies entspricht rund 91.000 ha - oder mit anderen Worten: Der Wald Luxemburgs bedeckt die Fläche von über 127.000 Fußballfeldern - was in etwa 35 Prozent der Gesamtfläche des Landes ausmacht.

54 Prozent des Waldes ist in Privathand

Die Arten von Bewuchs, die auf dem Gebiet des Großherzogtums zu finden sind, sind hauptsächlich Buchen auf weichen Böden sowie Eichen- und Buchen auf schweren Böden. Harthölzer stellen rund 64 Prozent der Fläche, Weichhölzer 36 Prozent. Mit 55 Prozent der gesamten Waldfläche ist das Ösling das größte bewaldete Gebiet in Luxemburg. Privatwald macht 54 Prozent des Gesamtbestandes aus, fast 14.000 Personen besitzen rund 49.250 ha der Wälder in Luxemburg.

Damit liegt Luxemburgs Bewaldungsgrad etwas über dem der direkten Nachbarn, sind es doch 31,4 Prozent in Frankreich, 22,2 Prozent in Belgien und 31 Prozent in Deutschland. Der europäische Durchschnitt liegt bei 43,7 Prozent.

99 Prozent des Waldes sind zugänglich

Wie wichtig für Luxemburg der Wald ist, zeigt sich alleine daran, dass rund 14.300 Hektar in den neuen Wasserschutzgebieten liegen und 99 Prozent des luxemburgischen Waldes für die Bevölkerung immer noch zugänglich sind.

Daher wird auch seit 1984 der Gesundheitszustand des Waldes überwacht, jeweils in einem vier mal vier Kilometer großen Bereich, wo 1.200 Bäume erfasst werden, dies in über 50 Überwachungsbereichen im ganzen Großherzogtum. So werden Baumarten, Alter, Insekten- oder Pilzbefall und Belaubungszustand erfasst.

28,6 Prozent des Waldes sind gesund -Eichen sind leicht geschädigt

Es erfolgt eine Klassifizierung vom 0 als absolut gesund bis 4 gleich abgestorben. So konnte festgestellt werden, dass 2016 28,6 Prozent des Waldes unter die Schadstufe 0 fallen, will heißen, sie sind gesund. 33,1 Prozent der Bäume sind Schadstufe 1 und 38,3 Prozent sind nach den Stufen 2, 3 und 4 geschädigt.

Besonders die Buchen sind mit 64,7 Prozent geschädigt. 40 Prozent der Eichen sind leicht geschädigt. Fast die Hälfte der Nadelbäume sei noch nicht beschädigt, dieser Anteil fiel aber von 55,6 auf 49,9 Prozent.


Weitere Informationen über den Zustand des Waldes

gibt es auch unter www.emwelt.lu